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Lüntorfer verabschieden sich von „ihrem“ Pastor / Neubeginn in der Gemeinde Groß Berkel schon an diesem Sonntag

Letzte Predigt im Jubiläumsgottesdienst: Pabst geht

Lüntorf (ubo). Die letzte Amtshandlung in der Kirchengemeinde Lüntorf war für Pastor Simon Pabst eine gleich dreifache. In dem festlichen Gottesdienst erhielt Marlie Meienburg ihre Taufe in der voll besetzten Kirche. Der Taufstein aus dem 17. Jahrhundert, aus dem auch sie in die Gemeinde aufgenommen wurde, steht wie damals im Altarraum. Knapp 200 Jahre nach der Erbauung der Kirche im Jahr 1618, im Jahr 1812, erhielt die von Statius von Münchhausen erbaute Kirche eine Erweiterung um eine Fensterachse, dem heutigen Altarraum. Dabei wurde auch die ursprüngliche südliche Eingangstür auf die heutige Nordseite verlegt. Dieses Jubiläum feierten die Lüntorfer ebenfalls in dem Gottesdienst.

veröffentlicht am 29.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:41 Uhr

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Im Mittelpunkt stand allerdings die Verabschiedung von Pastor Simon Pabst aus den Kirchengemeinden Grohnde und Lüntorf. Bereits am kommenden Wochenende tritt Pastor Pabst seinen Dienst in Groß Berkel an. Im April 2009 kam Pastor Simon Pabst in die Kirchengemeinden und erhielt in Lüntorf seine Ordination. Die Jahre seiner Amtszeit fasste Ortsbürgermeisterin Rita Bode so zusammen: „Die vergangenen sechs Jahre – Ihre Amtszeit – in unserer Gemeinde sind geprägt von einem respektvollen, kameradschaftlichen Miteinander. Sie haben Ihre persönliche Note mit Ihrem Amt verbunden. Neue Ideen in die Kirchenarbeit gebracht und auch bringen lassen.“

So ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Weggefährten, Fußballer, Mitglieder der Kirchenvorstände und Besucher ein buntes Bild in der mit 150 Besuchern voll besetzten Kirche boten. Das Credo des „bürgernahen Pastors“ zog sich denn auch durch die Abschiedsansprachen. Einzeln, mit persönlichen Worten, Erinnerungen an die Amtszeit und herzlichen Umarmungen, verabschiedeten Marlies Schütte und Ilse Dörries (Seniorennachmittag), Monika Schaper und Sabine Fricke (Frauenkreis), Harry Matuszak (örtliche Vereine) und Pastor Detlef Richter (Hämelschenburg) den Pastor.

Anita Sander, neue stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, erinnerte an die zahlreichen großen und kleinen Projekte mit langen Sitzungen wie die Orgelsanierung, Renovierung der Kirche und auch persönliche Momente der Familie Pabst in Lüntorf. Aus der Region wurde Pastor Pabst von der stellvertretenden Superintendentin und Gemeindepastorin Annette Lehmann aus Hameln verabschiedet. Mit einem Schirm als Schutz und Dach erinnerte sie daran, wie Pastor Pabst sein Amt, die Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis, Familie und den Fußball „unter einen Schirm bekommen“ habe. „Möge der Schirm Dich und deine Familie begleiten“, schloss sie ihre Ansprache.

In seiner letzten Predigt wagte Pastor Simon Pabst einen „kritischen Blick in die Zukunft“. Es bestehe kein Grund zur Panik, so Pabst, der darauf hinwies, dass der Stellenplan des Kirchenkreises keine Kürzung der halben Pfarrstelle Grohnde und Lüntorf vorsehe und damit als halbe Pfarrstelle bestehen bleibt. Pastor Detlef Richter ergänzte, dass die Arbeit der vakanten Pfarrstelle durch die anderen Pastoren aufgefangen wird. Die Vertretung werden Pastor Frank Reuning und Diakon Michael Ließ aus Ohsen übernehmen. Pabst kündigte an, dass sich die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in den kommenden Jahren erheblich verstärken wird.

In zahlreichen Gesprächen verabschiedeten sich die Gemeindeglieder von „ihrem“ Pastor Simon Pabst und seiner Familie. Der Gitarrenkreis gab dem Pastor ein Abschiedsständchen und die „Irischen Segenswünsche“ mit auf den Weg. „Wir haben gern in Grohnde gewohnt und uns sehr wohl gefühlt. Es waren für uns prägende Jahre, die wir nicht vergessen werden. Bedanken will ich mich für Offenheit bei Gesprächen, konstruktive Kritik, bei allen, die uns das Gefühl vermittelt haben, dass wir zum erweiterten Kreis der Familie gehören“, so Pastor Simon Pabst zum Abschied aus Lüntorf.

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