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Restaurierung der Lüntorfer Kirche steht damit vor dem Abschluss

Letzte Pinselstriche im Altarraum

Lüntorf (ubo). Zwei Baustrahler erhellen neben der vollen Beleuchtung den Altarraum der Lüntorfer Kirche. Auf dem Boden liegen verschiedene Farbtuben, in einem Kocher brodelt Wasser. Der Taufstein und das Lesepult stehen vor dem Altar. Der aus Eichenholz geschnitzte Taufstein und die Kanzel stammen aus dem 17. Jahrhundert. Wesentlich jünger, aus dem Jahr 1964, ist das Lesepult. Mit feinen Strichen retuschieren die Diplom-Restauratorinnen Kerstin Wäcken und Dana Jonitz kleine Fehlstellen am Kanzelkorb.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:41 Uhr

Die Diplom-Restauratorinnen Kerstin Wäcken (li.) und Dana Jonitz
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„Zuvor haben wir den Taufstein, das Lesepult und die Kanzel gereinigt. Anschließend wurden die losen Farbschollen mit Leim gefestigt, gekittet und nun vorsichtig retuschiert“, erklärt Kerstin Wäcken das Restaurierungsverfahren. Dabei werden verschiedene natürliche Leime und Kitte verwendet, weil diese sich mit den Farben vertragen.

Hauptsächlich der Taufstein und die ebenso alte Kanzel mussten sich dem Verfahren unterziehen. Die Farben mischen Kerstin Wäcken und Dana Jonitz vor Ort an, damit der Farbton genau übereinstimmt. Wie sie weiter ausführt, sind unter den derzeitigen Farben noch die alten auf dem Holz. „Wir festigen die losen Stellen des Anstriches, um alles kunsthistorisch zu erhalten“, erläutert Dana Jonitz das Verfahren.

Mit diesen letzten Arbeiten ist die Innenrenovierung der Lüntorfer Kirche endgültig abgeschlossen. Sie begann vor einigen Jahren zunächst mit der Erneuerung der Heizungsanlage, der Restaurierung der Furtwängler-Orgel, einem Innen- und Fensteranstrich, einer Farbgebung des Osterkerzenständers und nun der Kanzel, des Taufsteins und des Lesepultes. Nach Rücksprache mit der Landeskirche darf die Innenansicht der Kirche allerdings nicht verändert werden. So wurden beim Innenanstrich und der Restaurierung die neuen Farben auf die vorhandenen abgestimmt. Dem Kennerblick eröffnet sich damit nun ein Kircheninnenraum im neuen, alten Glanz.

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