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Lenze weitet Kurzarbeit aus

Groß Berkel (cb). Die Lenze AG mit Sitz in Groß Berkel weitet die Kurzarbeit für ihre Gesellschaften auf 40 Prozent aus. Das hat Harald Hilgers, beim Unternehmen für Personalmanagement und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, auf Nachfrage bestätigt. Ab Juni werden die meisten Beschäftigten an den Standorten in Groß Berkel und Extertal wöchentlich zwei Tage weniger arbeiten.

veröffentlicht am 28.05.2009 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:21 Uhr

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Groß Berkel (cb). Die Lenze AG mit Sitz in Groß Berkel weitet die Kurzarbeit für ihre Gesellschaften auf 40 Prozent aus. Das hat Harald Hilgers, beim Unternehmen für Personalmanagement und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, auf Nachfrage bestätigt. Ab Juni werden die meisten Beschäftigten an den Standorten in Groß Berkel und Extertal wöchentlich zwei Tage weniger arbeiten. Das sei mit den jeweiligen Betriebsratsgremien vereinbart worden, wobei die Regelung nicht mit einer Beschäftigungssicherung einhergehe, so Hilgers. Das bedeutet: Kündigungen sind in dieser Zeit möglich. Bislang hatten die Betriebsräte die Verlängerung von auslaufenden Betriebsvereinbarungen zur Kurzarbeit gefordert. Sie wollten den Verzicht von betriebsbedingten Kündigungen während der Dauer der Kurzarbeit vereinbaren, wie es noch zum zweiten Aktionstag der IG Metall hieß.
 Laut Hilgers würde dies keinen Sinn machen, da das Unternehmen an dem geplanten Stellenabbau – insgesamt 600 weltweit, davon 250 an den Standorten in Extertal und Groß Berkel – festhalten müsse. „Wir kommen um Entlassungen leider nicht herum“, meinte er unter Hinweis auf die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Spezialisten für Antriebs- und Automatisierungstechnik. Das Anhörungs- und Berufungsverfahren mit dem Konzernbetriebsrat ist nach seinen Angaben abgeschlossen. Dessen Vorschläge seien, vielleicht mit Ausnahme von Ansätzen für mögliche Qualifizierungsmaßnahmen – nicht dazu geeignet, die Kosten der wirtschaftlichen Entwicklung entsprechend zu senken. Nun würden Verhandlungen mit den einzelnen Betriebsräten über Interessenausgleich und Sozialpläne aufgenommen, kündigte Hilgers an.
 Konzernbetriebsratsvorsitzender Dirk Brockmann zeigte sich enttäuscht, dass sich die Arbeitnehmerseite nicht habe durchsetzen können und bei den Verhandlungen nur die Risiken gesehen worden seien. „Wir sind aber noch nicht am Ende“, kündigte er an, dass auf Ebene der einzelnen Betriebsräte einige Forderungen wieder auf den Tisch gebracht würden.

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