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Unternehmen will berufsübergreifende Zusammenarbeit stärken / 300 000 Euro investiert

Lenze konzentriert Ausbildung am Stammsitz

Groß Berkel (cb). Malina Eberhardt schwärmt von den Vorzügen des neuen Konzepts im Unternehmen Lenze, das die Ausbildungswerkstätten am Stammsitz in Groß Berkel konzentriert hat. Während ihres dualen Studiums zur Betriebswirtin schätzt die Hamelnerin die engeren Kontakte, besseren Absprachen und vertrautere Atmosphäre unter den Auszubildenden, aber auch zu den Ausbildern. „Es gibt keine Trennung mehr zwischen technischen und kaufmännischen Auszubildenden“, meint Malina Eberhardt über die Erfahrungen der vergangenen Wochen. „Dadurch lernen wir mehr für den späteren Beruf.“

veröffentlicht am 29.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Raum schaffen für direkte Kommunikation und die berufsübergreifende Zusammenarbeit – das ist das Ziel des Spezialisten für Antriebs- und Automatisierungstechnik, der weltweit mehr als 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Mehr als 300 000 Euro investierte Lenze, um die bislang in Extertal und Groß Berkel bestehenden Ausbildungswerkstätten am Stammsitz zusammenzufassen und auszubauen. „Wir haben ein Unternehmen im Unternehmen gebildet“, sagt Personalleiter Ralf Klemme. Ein Ziel sei es, die derzeit rund 100 Auszubildenden und Studierenden (duales Studium) näher zusammenzubringen – „so, wie es später im Berufsleben auch ist“. Es seien mehr Qualifikationen gefragt als nur die fachliche Ausbildung. Der Facharbeiter müsse schließlich mit anderen Berufen wie Entwicklern oder im kaufmännischen Bereich zusammenarbeiten. „Man muss verstehen, wie ein Unternehmen tickt“, sagt Klemme.

Laut Lenze wächst der Stellenwert von Projekten, die an den Grenzen definierter Berufsbilder nicht mehr haltmachen. Bisher gab es die Ausbildungswerkstätten mit Schwerpunkt Elektronik in Groß Berkel und die mit mechatronischer Ausrichtung in Extertal. Zwar werde weiterhin am Standort im Lippischen ausgebildet, aber nun sei Lenze besser in der Lage, berufsübergreifende Themen zentral zu vermitteln, wie das Unternehmen erläutert. „Die Zusammenführung fördert die Teamstrukturen im späteren Berufsalltag“, sagt Ausbildungsleiter Michael Beckmann. „So wie wir denken auch unsere Kunden immer mehr in ganzheitlichen Lösungen.“

Beckmann kündigte an, dass Lenze angesichts des bundesweiten Fachkräftemangels weiter über den eigenen Bedarf ausbilde. Am 1. August starten 30 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung, von denen sich neun für ein duales Studium entschieden hätten. Nicht nur sie profitieren von den neuen Organisationsstrukturen in Groß Berkel, sondern auch Bildungseinrichtungen wie die Aerzener Schule im Hummetal, mit denen es eine Kooperation gebe. Außerdem lernten gestern beim „Tag der Ausbildung“ fast 700 Schüler aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Lippe das Unternehmen kennen.

Werbung in eigener Sache – um die Notwendigkeit weiß auch Personalleiter Klemme vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. „Wir spüren heute schon die ersten Auswirkungen“, verweist er darauf, ausreichend qualifizierte Bewerber für die Ausbildungsberufe und das duale Studium zu gewinnen. Umso wichtiger sei es, über Bildungsmessen sowie über Kooperationen mit Schulen und Hochschulen die vielfältigen Möglichkeiten des weltweit tätigen Unternehmens herauszustellen. Dazu zählen auch Auslandsaufenthalte – ein Student war jüngst sogar für drei Monate am Lenze-Standort nahe Boston (USA).

Die Möglichkeiten in den Werkstätten zeigen Malina Eberhardt (2. v. re.) und weitere Auszubildende. Dort herrscht Hochbetrieb: Rund 700 Schüler informierten sich gestern bei Lenze über das Unternehmen.

Fotos: cb



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