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Lenze AG: Keine Alternative zum Stellenabbau

Groß Berkel (cb). Der geplante Stellenabbau beim Aerzener Unternehmen ist vom Vorstandsvorsitzenden der Lenze AG, Dr. Erhard Tellbüscher, offiziell bestätigt worden. Das Unternehmen werde in den nächsten Jahren rund 2700 Mitarbeiter beschäftigen. Etwa 600 von derzeit 3300 Stellen würden abgebaut, darunter 300 in Deutschland. Allein an den Standorten in Groß Berkel, gleichzeitig Hauptsitz der Lenze AG, und im lippischen Extertal seien jeweils rund 125 Mitarbeiter betroffen.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Lenze
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Groß Berkel (cb). Der geplante Stellenabbau beim Aerzener Unternehmen ist vom Vorstandsvorsitzenden der Lenze AG, Dr. Erhard Tellbüscher, offiziell bestätigt worden. Das Unternehmen werde in den nächsten Jahren rund 2700 Mitarbeiter beschäftigen. Etwa 600 von derzeit 3300 Stellen würden abgebaut, darunter 300 in Deutschland. Allein an den Standorten in Groß Berkel, gleichzeitig Hauptsitz der Lenze AG, und im lippischen Extertal seien jeweils rund 125 Mitarbeiter betroffen. 

„Wir waren jetzt gezwungen, Ende Februar Entscheidungen zu treffen“, sagte Dr. Tellbüscher bei einem Pressegespräch unter Hinweis auf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise. Seit Mitte letzten Jahres habe das Unternehmen die Szenerie beobachtet, als es schon Rückgänge bei den Aufträgen gegeben habe. Der große Rückgang erfolge seit November „mit gewisser Dramatik“, wobei „die Tiefe des Abschwungs nicht absehbar“ sei. Das Unternehmen erwarte weitere Jahre, in denen der Umsatz nahezu 20 Prozent unter dem des Geschäftsjahres 2007/2008 (Gruppenumsatz 621 Millionen Euro) liegen werde. Der aktuelle Personalbestand sei aber auf ein starkes Wachstum und hohen Umsatz ausgelegt. 

Harte Verhandlungen kündigte der Betriebsrat an. „Wir als Arbeitnehmervertreter fordern, dass unser Arbeitgeber alle rechtlichen und betrieblichen Möglichkeiten zur Beschäftigungssicherung und -förderung nutzt, damit Lenze zukünftig mit seiner engagierten Belegschaft gestärkt aus der Krise hervorgeht“, teilte Konzernbetriebsratsvorsitzender Dirk Brockmann mit. Lenze habe sich zu einem hervorragenden Unternehmen entwickelt – „und einen großen Anteil daran haben die Beschäftigten der Lenze-Gruppe“, so Brockmann, der als Arbeitnehmervertreter dem Aufsichtsrat angehört.  „Somit haben alle Kolleginnen und Kollegen dann auch das Recht und die Erwartung, dass in schlechteren Zeiten der Arbeitgeber seiner sozialen Verantwortung nachgeht und die Belegschaften nicht mit Arbeitsplatzverlust konfrontiert.“



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