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Für bessere Einkaufsmöglichkeiten im Ortskern fand sogar Unterschriftenaktion statt

Leerstand endet: Markant-Markt statt Penny

Aerzen. Die Bestätigung kam gestern fast zeitgleich in doppelter Ausführung: Im Ortskern von Aerzen soll Anfang Dezember wieder ein Lebensmittelmarkt öffnen. Dabei handelt es sich um einen Markant-Markt, der zur Bünting Unternehmensgruppe gehört. Bürgermeister Bernhard Wagner, der sich seit der Schließung des Penny-Marktes für eine Nachfolgenutzung eingesetzt hatte, nannte als Eröffnungstermin den 4. Dezember. „Ich freue mich“, sagte Wagner, der auch unter öffentlichem Druck gestanden hatte. Vor einem Jahr hatte beispielsweise der Seniorenbeirat rund 200 Unterschriften übergeben mit der Forderung, die Einkaufsmöglichkeiten im Kernort zu verbessern. „Der Markt wird den Standort stärken“, zeigt sich der Bürgermeister zufrieden. „Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern werden den Kunden in Aerzen dann Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs angeboten“, bestätigte Pressereferentin Helen Drieling von der Bünting Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Leer. „Betrieben wird der Markt von einem selbstständigen Einzelhändler, der über die Markant Nordwest Handels GmbH & Co. KG (einer Firma der Bünting Unternehmensgruppe) beliefert und betreut wird“, erläutert die Sprecherin.

veröffentlicht am 23.10.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

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Die Bünting Unternehmensgruppe ist nach eigenen Angaben mit über 9000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im ganzen Nordwesten Deutschlands. Zur Gruppe, eher populär als traditionelles Teehandelshaus, gehört neben Markant die etwas bekanntere Warenhauskette Famila. Insgesamt gibt es über 400 inhabergeführte Markant-Märkte.

Die Schließung des Discounters Penny am Standort Hohler Weg/Reherweg hatte in Aerzen für erhebliche Unruhe gesorgt, da dadurch die Einkaufsmöglichkeiten im Kernort eingeschränkt worden waren. Weitere Lebensmittelmärkte gibt es nur an der Blankschmiede und Reinerbecker Straße in Ortsrandlage. Auch die Werbegemeinschaft Aerzen & Groß Berkel hatte kräftig dafür getrommelt, dass es eine Nachfolgenutzung geben müsse, damit das Angebot nicht noch weiter ausgedünnt werde. Gleichzeitig gab es die Sorge vor weiterem Leerstand.

Der Bürgermeister machte das Thema zur Chefsache. Erfolgversprechend erschien zunächst das Interesse von Richard Maul, der in der Region sechs Nahkauf-Märkte, beispielsweise in Emmerthal, betreibt und in den kleineren Ortskernen eine Nische sieht. „Davon bin ich ein Verfechter“, sagt er über seine Motivation – „auch damit die zentralen Ortskerne nicht weiter ausbluten.“ Problem: Die Nahkauf-Märkte gehören zur selben Unternehmensgruppe wie Rewe – und damit wären in Aerzen zwei konkurrierende Nahversorger entstanden. Die Gespräche scheiterten. Nun also kommt ein Markant-Markt – übrigens mit Sohn Lukas Maul als Geschäftsführer.

„Ich denke, wir bekommen ein gutes Angebot“, meint Bürgermeister Wagner. Zwar weiß er, dass es in der Nachbarschaft durchaus Kritiker gibt, die zusätzlichen Lärm befürchten. Aber das sei eine Sache der Abwägung unterschiedlicher Interessen. Und da habe die innerörtliche Entwicklung mit einem Nahversorger den höheren Stellenwert. Wagner: „Damit wird der Ort auch wieder für die Einwohner attraktiver.“

Gleichzeitig hoffe er, dass die erweiterten Einkaufsmöglichkeiten – auch Rewe will bis zum Herbst 2014 mit einem größeren Neubau gegenüber dem bisherigen Standort sein Sortiment erweitern – genutzt würden. Hintergrund: Ein Einzelhandelsgutachten hatte ergeben, dass die Aerzener ihr Geld verstärkt andernorts ausgeben. Es kommt zu dem Ergebnis, dass sich im Bereich Nahrungs- und Genussmittel eine Kaufkraftbindung von nur 66 Prozent für Aerzen ergibt – normal würde bei einem Grundzentrum wie dieser Gemeinde eine Quote von 80 Prozent für möglich erachtet. cb



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