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Gemeinde Emmerthal spart 37 000 Euro Stromkosten jährlich / Für Aerzen läuft der Antrag

LED-Technik macht sich bezahlt

Emmerthal/Aerzen. Es war angesichts knapper Kassen eine gewaltige Investition für die Gemeinde Emmerthal, mehr als eine halbe Million Euro in die moderne LED-Straßenbeleuchtung zu investieren. Doch der finanzielle Kraftakt rechnet sich – nicht nur für die Umwelt, sondern auch in barer Münze. Nach aktuellen Strompreisen zahlt die Gemeinde jährlich rund 37 100 Euro weniger Energiekosten, wie Projektleiter Holger Pieper von dem Ingenieur-Büro Jödicke dem zuständigen Fachausschuss des Rates vorrechnete. Ausschussvorsitzender Ralf-Ulrich Böhm (SPD) zeigte sich zufrieden: „Wir haben zum großen Sprung angesetzt und haben den großen Sprung geschafft.“

veröffentlicht am 20.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:21 Uhr

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Im gesamten Gemeindegebiet stehen an den Straßen insgesamt 1840 Straßenlaternen, von denen 811 Leuchten mit energiesparender LED-Technik ausgestattet worden sind. Glück für Emmerthal: Ursprünglich war von 605 Lampen ausgegangen worden, die modernisiert werden sollten, doch konnte durch ein gutes Angebot bei der Ausschreibung die Zahl deutlich aufgestockt werden. Die förderfähigen Kosten lagen bei knapp 500 000 Euro, wofür die Gemeinde fast 200 000 Euro (40 Prozent) vom Bund bewilligt bekam. Hinzu kamen knapp 65 000 Euro, die im Zuge der Umstellung für größere Reparaturen notwendig wurden.

Pieper rief in Erinnerung, dass bei der Modernisierung das Alter und der größte Energiebedarf der Lampen den Ausschlag gaben. Dabei galt es, möglichst die Beleuchtung von ganzen Straßenzügen komplett zu erneuern. Schwerpunkt war Kirchohsen, aber auch in fast allen anderen Ortsteilen hielt die LED-Technik Einzug. Bereits in früheren Jahren erhielt die Gemeinde etwa 400 Lampen, die weniger Energie benötigen. Noch in Betrieb sind allerdings 623 Straßenlaternen mit der alten Quecksilberdampftechnik, die nun nach und nach ausgetauscht werden sollen. Die Produktion werde 2015 eingestellt, meinte Pieper.

Die Gemeinde spart durch die moderne Technik jährlich 185 000 Kilowattstunden Strom, was nicht nur die Kosten senkt, sondern auch die Umwelt entlastet. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt benötigt pro Jahr etwa 3500 Kilowattstunden Strom. Pieper verwies darauf, dass die LED-Technik seltener repariert und gewartet werden müsse – auch dadurch spare die Gemeinde Geld. Nach seiner Berechnung schlage sich die hohe Investition schon ab 2016 kostendeckend nieder.

Auch die Gemeinde Aerzen will in ihre Straßenbeleuchtung investieren. Bürgermeister Bernhard Wagner sagte auf Nachfrage, dass der Antrag derzeit bearbeitet wird. Geplant ist, dass die Umrüstung auf LED-Technik im nächsten Jahre erfolgen soll. Vorgesehen ist eine Gesamtausgabe in Höhe von 462 000 Euro. Da die moderne Technik inzwischen günstiger geworden ist, gibt der Bund nur noch Fördermittel in Höhe von 20 Prozent. Die Gemeinde erhofft sich deshalb etwa 92 000 Euro als Zuschuss. cb



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