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Gemeinde und Kreditinstitute sehen nach dem schweren Einbruch wieder Bewegung am Markt

Langsam wächst die Nachfrage nach Bauplätzen

Aerzen/Groß Berkel (cb). Hochgelobt das zentrale Baugebiet in bester Lage von Aerzen – die Vermarkter zeigten sich vor drei Jahren voller Hoffnung, die Grundstücke zügig zu verkaufen. Doch: Was folgte, war Ernüchterung. Quälend langsam der Verkauf, nur nach und nach entstanden die ersten Häuser unterhalb des Schierholzberges, wo in einem ersten Abschnitt 46 Bauplätze auf Käufer warten. Allmählich keimt wieder Hoffnung bei Gemeinde, Volksbank Aerzen und Sparkasse Weserbergland, die das Baugebiet „Lammergrund“ vermarkten. „Da kommt wieder etwas in Bewegung“, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner, auch wenn er aus heutiger Sicht kritisch anmerkt, dass das Baugebiet zu groß geplant worden sei. „Da waren wir sehr mutig“, meint er. „Wir werden schon einen langen Atem haben müssen.“

veröffentlicht am 21.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:21 Uhr

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Inzwischen sind 13 Grundstücke bebaut. „Besonders in diesem Jahr zieht es an“, sagt Wagner, der von weiteren Anfragen, darunter vier Reservierungen, spricht. Besonders gefragt sind die zentrumsnahen Bauplätze, aber auch an den Randbereichen besteht vereinzelt Interesse. Nach schleppendem Start bestätigen die Kreditinstitute ebenfalls die Einschätzung der Gemeinde. Gerade einmal eine Reservierung vermeldete Ende 2007 die Sparkasse Weserbergland, FinanzServicesGmbH, die die Vermarktung von neun Grundstücken übernommen hatte. „Fertigstellung der Erschließungsmaßnahmen der Gemeinde und Vermarktungsbeginn fielen zeitlich zusammen mit einem starken bundesweiten Rückgang am Immobilienmarkt“, blickt Geschäftsführer Joachim Storch auf diese Zeit zurück.

„Die Nachfrage nimmt aber seit Ende 2009 in allen Baugebieten der Sparkasse Weserbergland FinanzServices GmbH wieder zu“, sieht er eine Trendumkehr. Inzwischen seien in Aerzen drei Grundstücke verkauft, davon zwei in diesem Jahr; mit zwei weiteren Interessenten würden zur Zeit Gespräche geführt. Und von einem bleibt Storch weiter überzeugt: „Die Lage des Baugebietes ist hervorragend und liegt weit weg von der vorgesehenen Umgehungsstraße und ist dennoch zentrumsnah und im Grünen.“

Davon ist auch Ralf Schomacker, Vorstand der Volksbank Aerzen eG, überzeugt. Sie hat derzeit ebenfalls drei von neun Bauplätzen verkauft, zwei Anfragen laufen noch, wie es heißt. „Es tut sich langsam wieder was“, schöpft Schomacker etwas Hoffnung. Der Beginn der Vermarktung des Baugebietes sei in eine Zeit gefallen, als „es den totalen Bruch gab“, erinnert er an den Wegfall der Eigenheimzulage als einen Grund. Derzeit könnten Bauwillige aber von sehr günstigen Zinsen profitieren. „Langsam berappelt sich die Situation“, glaubt Schomacker.

In Groß Berkel wird derzeit das Baugebiet „Dübbwicksfeld I
  • In Groß Berkel wird derzeit das Baugebiet „Dübbwicksfeld II“ am nordwestlichen Ortsrand erschlossen. Die ersten Grundstücke sind bereits verkauft. Foto: Dana

Allerdings auf niedrigerem Niveau, wie der Bürgermeister zu verstehen gibt. „Wir haben die Erwartungen reduziert, gehen etwas gelassener daran“, so Wagner. Bis vor wenigen Jahren seien neu ausgewiesene Baugebiete in Aerzen innerhalb kurzer Zeit vermarktet gewesen, zuletzt auch das oberhalb vom Lammergrund gelegene. „Vielleicht war der Bedarf weitgehend gedeckt“, verweist er auch auf die demografische Entwicklung. Trotz mancher schon damals bestehender Bedenken – in einem weiteren Abschnitt stehen noch rund 15 Bauplätze zur Verfügung – habe es größeren Optimismus gegeben. „Fachleute haben von einer 1-a-Lage gesprochen“, so Wagner.

Entsprechend vorsichtiger ging die Gemeinde dann an die Planungen für ein Neubaugebiet in Groß Berkel. Dennoch fiel der Entschluss, in diesem Jahr mit der Erschließung zu beginnen. In einem ersten Abschnitt stehen in Kürze hinter dem Kiefernweg 17 Grundstücke zur Verfügung. Bereits jetzt seien drei Bauplätze verkauft, hinzu kämen drei Reservierungen. Wagner: „Wir sind mit der Nachfrage zufrieden.“

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