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Marode Brücken, Straßen und Gehwege: Hier sehen Politiker drängenden Handlungsbedarf

Lange Mängelliste

Emmerthal. Für den schlimmsten Sanierungsfall der Gemeinde Emmerthal, der Berliner Straße, bahnt sich bekanntlich eine Lösung an. Zwar ist die Sanierung erst im Jahr 2018 vorgesehen, aber das steht zumindest fest. Doch es gibt noch weitere Straßen, aber auch Brücken und Gehwege, die sich in Emmerthal in einem schlechten Zustand präsentieren. Auch hier muss etwas geschehen. Die Ortsräte in der Gemeinde sind daher aufgefordert, eine Reihenfolge zu erstellen für ein drittes Ausbaupaket, für das im Jahr 2017 200 000 Euro bereitgestellt werden sollen. Auch der Ortsrat Emmerthal mit seinen fünf Ortsteilen hat sich dazu jetzt Gedanken gemacht und eine Prioritätenliste erstellt.

veröffentlicht am 28.02.2016 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Ortsräte

setzen Prioritäten

Um sich einen Überblick zu verschaffen, hat es mit verschiedenen Ortsratsmitgliedern eine Bereisung durch Kirchohsen, Ohr, Emmern, Hagenohsen und Voremberg gegeben, nach der eine Prioritätenliste erstellt wurde. „Mein Dank geht an alle im Ortsrat, die daran so konstruktiv mitgewirkt haben“, betonte Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU). Bei den Straßen ist die Industriestraße in Emmern ein weiteres Problemkind, zeigt sich in einem desolaten Zustand. Große Schlaglöcher und Wasserpfützen nach Regenfällen sind zu verzeichnen. Daher steht die Sanierung dieser Straße beim Ortsrat Emmerthal mit an oberster Stelle. Aber auch der Gehrkuhlenweg in Hagenohsen insbesondere im erweiterten Kreuzungsbereich weist erhebliche Schäden auf.

Schließlich wird mit vordringlicher Priorität auch die Basbergstraße in Ohr aufgeführt, wo man wegen der Löcher in der Fahrbahn die Verkehrssicherheit gefährdet sieht. Welzhofer: „Hier wäre aus unserer Sicht vor allem der Bereich vor dem Dorfgemeinschaftshaus zu erneuern.“ Von den 14 besichtigten Straßen sind nach Ansicht des Ortsrates neun in einem schlechten Zustand. Bei fünf wird der Zustand als mäßig bezeichnet.

Bei den Brücken betont der Ortsbürgermeister: „Wir sehen es als erforderlich an, dass alle Brücken in unseren Ortschaften weiter benötigt werden, da sie gut frequentiert werden.“ Vordringlich saniert werden müsste nach Meinung der Ortsratsmitglieder die Brücke „Auf dem Risch“ über die Emmer. Der Fahrbahnbelag aus Beton weist hier Schäden auf, ist teilweise abgeplatzt. Etwa 33 000 Euro sind laut Ortsrat dafür veranschlagt. Oben auf der Liste steht ebenso die Brücke über den Grenzgraben im Verlauf der Hauptstraße (alte B 83) Richtung Kernkraftwerk. „Dort liegt teilweise die Bewehrung frei“, erklärt der Ortsbürgermeister. Bei weiteren Brücken wie am Holzweg, Wiesenweg und Diestelflecken in Kirchohsen wünscht sich der Ortsrat zumindest Pflegemaßnahmen noch im ersten Quartal, wobei sich die Kosten auf 6000 bis 7000 Euro belaufen sollen.

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In Bezug auf die Sanierung der Gehwege erklärte Ortsbürgermeister Welzhofer: „Die Maßnahmen aus dem ersten Paket sind alle abgearbeitet worden. Da kann man allen Beteiligten nur ein großes Lob aussprechen.“ Ernst Nitschke (FWE) merkte noch an: „Bei den anstehenden Sanierungen sollte ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass angefangene Maßnahmen in Straßenzügen weiter fortgeführt und damit zusammenhängend abgearbeitet werden.“

Daher taucht die Sültstraße zwischen „Kipps Kuhle“ und der Hauptstraße ganz oben in der Liste auf. Dort war ja im vergangenen Jahr der Bereich zwischen „Kipps Kuhle“ und „An der Rischmühle“ saniert worden. Dringenden Handlungsbedarf sieht der Ortsrat auch „Am Wiecherhof“ in Emmern in Höhe des Dorfgemeinschaftshauses, in Hagenohsen in der Friedensburgstraße ab dem Hastenbecker Weg und in der Königsberger Straße in

Kirchohsen, wo es Schäden durch die Bäume auf dem Schulgelände gibt.

Der Ortsrat sieht im Kernort keine Möglichkeiten, auf Brücken zu verzichten. Saniert werden müssen beispielsweise die Bauwerke „Auf dem Risch“ (links) und an der Hauptstraße (rechts oben). Handlungsbedarf besteht bei vielen Straßen – hier rechts unten der Gehrkuhlenweg.

Fotos: tis



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