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Vier Tipps von Experten

Längster Wanderweg bei Aerzen ist nicht nur des Müllers Lust

veröffentlicht am 09.09.2018 um 17:05 Uhr

Abklatschen am Ziel: Thorsten Heuer und Frank Ginzel (v.li.). Ginzel hat auf der 45,9 Kilometer langen Strecke 58 418 Schritte gezählt. Foto: sbr
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Sabine Brakhan Reporterin
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AERZEN. Mit einer Streckenlänge von 45,9 Kilometern hat „der Zehner“, das große Wandern rund um Aerzen, organisiert vom Heimat- und Verschönerungsverein, echten Marathon-Charakter. Seinen Namen verdankt das zum zweiten Mal durchgeführte Wander-Event der Nummerierung des längsten Wanderwegs, den der Aerzener Verein in seinem umfangreichen Wegenetz betreut. 58 418 Schritte braucht Frank Ginzel, bis er am späten Nachmittag den Start- und Zielpunkt, die Maikuhle in Groß Berkel, wieder erreicht hatte. Gemeinsam mit Thorsten Heuer kam er als dritte Gruppe ins Ziel – mit jeder Menge toller Eindrücke von der ausblickreichen Wanderstrecke im Gepäck – beziehungsweise auf dem Smartphone. „Für gewöhnlich wandere ich rund 30 Kilometer-Strecken. Das war jetzt schon eine andere Nummer“, bekennt er am Zielpunkt offen und ehrlich. Zuvor hatten Thomas Brandau, Johannes Gehrig und Andreas Wittrock 80 Minuten nach den ersten beiden Wanderern das Ziel erreicht. „Unterwegs waren wir insgesamt rund achteinhalb Stunden inklusive der Pausen an den vier Verpflegungsstationen entlang der Strecke sowie der Mittagsrast in Reine“, erklärt Markus Vogel mit Blick auf seine Smartwatch. Bei einer reinen Laufzeit von 7 Stunden und 34 Minuten ergibt sich für die Schnellsten eine durchschnittliche Wandergeschwindigkeit von rund sechs Kilometer pro Stunde. Schon beim ersten großen Wandern hatte der Hamelner das Feld mit deutlichem Vorsprung angeführt.

Insgesamt 13 Teilnehmer waren am Samstagmorgen zur 45-Kilometer-Wanderung aufgebrochen, 19 Wanderer stiegen gegen Mittag in Grießem ein und erreichten nach 25 Kilometern das Ziel. „Für den Spätsommer hatten viele bereits ihren Wanderurlaub gebucht und konnten so am großen Wandern rund um Aerzen nicht teilnehmen. Darauf werden wir uns beim nächsten Mal einstellen und einen Veranstaltungstermin im Frühsommer wählen“, erklärt Frank Schiffling, der Vorsitzende des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins. Ein großes Lob gab es für die Organisation vonseiten der Teilnehmer. Die fantastischen Ausblicke haben Heidi Köster besonders fasziniert. Sie hat die 45-Kilometer-Runde mit ihren beiden Hunden absolviert. „Auf die Gassirunde heute Abend können wir, glaube ich, verzichten“, meint die Multhöpenerin.

Und welche Tipps haben die Wanderer für alle, die nun Lust bekommen haben und sich auf das große Wandern rund um Aerzen in zwei Jahren vorbereiten möchten?

Stöcke gehören mittlerweile dazu: Auch Eckhard Dosdall und Detlef Brockmann (v.li.) haben sie im Einsatz.Foto: sbr
  • Stöcke gehören mittlerweile dazu: Auch Eckhard Dosdall und Detlef Brockmann (v.li.) haben sie im Einsatz.Foto: sbr

Tipp 1: Statt einer Regenjacke, unter der man beim Wandern leicht ins Schwitzen gerät, empfehlen die Wanderer einen leichten Taschenschirm. Den kann man bei Bedarf aufgespannt zwischen Rucksack und Rücken klemmen und hat dennoch die Hände frei. Er war bei vielen dabei – trotz des zuversichtlichen Wetterberichts, der keine Schauer vorausgesagt hatte.

Tipp 2: Keine neuen Socken! Am besten trägt man Wandersocken erst einmal ein und verzichtet anschließend auf die Wäsche. Stattdessen trocknet man sie lediglich an der frischen Luft. Das soll das Blasenlaufen verhindern, beteuern die Wanderer.

Tipp 3: Keine neuen Schuhe auf großen Touren! Wanderschuhe sollten langsam und über kurze Strecken eingelaufen werden. Sowohl modernes High-Tec-Material als auch traditionelles Leder lockert sich durch Bewegung. Hilft das nicht, kann man das Leder anfeuchten. Als gute Möglichkeit dazu hat sich das Tragen von mit Wasser angefeuchteten Socken herausgestellt. An dieser Stelle ist es vielleicht auch dringend einmal an der Zeit, mit zwei Mythen aufzuräumen: Es Klausi wie im Film „Manta, Manta“ nachzumachen und in den Schuh oder Stiefel zu pinkeln, oder das Schuhwerk mit hochprozentigem Alkohol zu tränken, um es geschmeidiger zu machen, davon raten sowohl die Wanderer als auch Fachleute ab. Während Alkohol die natürlichen Lederfette löst, und dadurch der Schuh an Geschmeidigkeit einbüßt, hat Wasser den gleichen Effekt wie Urin, allerdings mit einem entscheidenden Vorteil: H2O ist geruchsneutral!

Tipp 4: Und ganz zum Schluss noch einen Tipp gegen Muskelkater: „Ein entspannendes Bad, dem man Meersalz zufügt!“



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