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e.on sucht in Kirchohsen und Aerzen nach Defekten in den Kabeln – Industrie nicht betroffen

Kurzschluss im Netz: Blackout in vier Ortsteilen

Aerzen/Emmerthal (jch). Gestern Vormittag gingen nicht nur in einem Ortsteil vorübergehend die Lichter aus, gleich vier Ortschaften waren im Laufe des Vormittags ohne Strom. Zunächst fiel gegen 10 Uhr der Strom in einem Teil von Kirchohsen aus. Nachdem eine Stunde später wieder alles in Ordnung schien und alle Haushalte wieder versorgt wurden, gingen die nächsten Störungsmeldungen in der Zentrale von e.on Westfalen Weser ein – diesmal aus Aerzen, Reinerbeck und Groß Berkel.

veröffentlicht am 29.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:41 Uhr

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„Durch ein Problem im Mittelspannungsnetz ist es zu den Ausfällen gekommen“, erklärt Angelika Schomberg, Leiterin der Kommunikation bei e.on. Der erste Defekt habe dann zu Problemen in anderen Versorgungsabschnitten geführt – eine ärgerliche, aber nicht seltene Kettenreaktion. Die Stromversorgung sei aber in allen Ortschaften bis zum Mittag wiederhergestellt worden.

Die Techniker des Stromversorgers hatten bis zum Redaktionsschluss zwei defekte Stellen im Kabelnetz ausgemacht. „Die Messwagen versuchen noch, die genauen Punkte der Kurzschlüsse durch Messungen zu ermitteln, um dann mit dem Tiefbau zu beginnen“, so die Sprecherin. Das bedeutet: Sowohl im Bereich des Freibades Aerzen als auch in der Sültstraße in Kirchohsen muss in den kommenden Tagen die Straße aufgegraben werden, um die Erdkabel zu flicken. Das Ausmaß des Schadens könne erst dann bemessen werden, heißt es weiter von e.on.

Der Stromausfall soll nicht der erste in diesem Jahr gewesen sein, erzählt eine Aerzernerin, die in diesem Jahr schon mehrfach im Dunkeln gesessen hat. In anderen Teilen der Gemeinde habe man dagegen weder vom gestrigen noch von vorangegangenen Stromausfällen etwas mitbekommen.

Bei der Aerzener Maschinenfabrik habe man nichts von dem Blackout mitbekommen, erklärt eine Mitarbeiterin auf Nachfrage. Auch die Geschäftsführung von Aerzener Brot erklärt, dass die Energieversorgung dauerhaft bestanden habe. Beim Groß Berkeler Unternehmen Lenze habe es lediglich eine kurze Stromschwankung gegeben. Ausfälle von Maschinen oder Einschränkungen in der Produktion seien aber ausgeblieben.

Grund für die fleckenartigen Ausfälle ist der ringförmige Aufbau des Stromnetzes. So bedeutet die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde noch nicht, dass auch alle Straßen von der gleichen Hauptleitung versorgt werden. Solange die Kabel an den defekten Stellen nicht repariert sind, wird der Strom über andere Leitungsringe geleitet. So wird die Versorgung sichergestellt. Die intakten Kabel müssen in dieser Zeit allerdings etwas mehr Last tragen.

Diese Ortschaften waren gestern vom Stromausfall betroffen.

Grafik: Wal

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