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Vereine zeigen sich nach Beschluss zur Finanzierung zuversichtlich / Doch: Einige Hürden sind zu bewältigen

Kunstrasenplatz – der Optimismus steigt

EMMERTHAL. Das Ziel eines Kunstrasenplatzes eint die Emmerthaler Fußballer – und sie geben sich zuversichtlich, dass die 600 000 Euro teure Investition möglich ist. „Wir sind superoptimistisch“, sagt sogar Matthias Koch trotz mancher Hürden, die noch zu bewältigen seien. Zwar sei ein weiteres Treffen der Fußballvereine aus dem Gemeindegebiet erst Ende Januar, Anfang Februar geplant, um die jüngste Ratsentscheidung zur Finanzierung des Projekts auf der Bezirkssportanlage Emmern zu diskutieren, dennoch glaubt er: Die Weichen seien nun gestellt.

veröffentlicht am 10.01.2019 um 10:00 Uhr
aktualisiert am 10.01.2019 um 11:57 Uhr

Als zentrale Spiel- und Trainingsstätte wünschen sich die Fußballer einen Kunstrasenplatz. +++(c) dpa - Bildfunk+++
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Beschluss beruhe auf einem gemeinsamen Gespräch, das Politik, Verwaltung und Vereine zuvor geführt hätten. „Das war absolut hilfreich“, sagt Koch als Projektkoordinator der Sportler.

Bekanntlich ist der bisherige Hartplatz in Emmern in die Jahre gekommen. Die Fußballer beklagten häufige Spielausfälle – mal durch Nässe, dann durch lang anhaltende Trockenheit, hinzu komme die Verletzungsgefahr. Unter dem Motto „Der Fußball der Zukunft wird auf Kunstrasen gespielt“ rauften sich die Sportler aus mehreren Vereinen zusammen, die zuvor schon bei den Nachwuchskickern das Kirchturmdenken überwunden hatten und eine Jugendspielgemeinschaft auf Gemeindeebene ins Leben riefen. Durch das Projekt Kunstrasenplatz „sind die Vereine nun noch enger zusammengerückt“, sagt TSG-Sportler Koch.

Bei dem verabschiedeten Finanzierungsvorschlag konnte den Vereinen eine wichtige Sorge genommen werden. Danach soll ihr Eigenanteil von 180 000 auf 60 000 Euro sinken, wenn alles den Hoffnungen entsprechend verläuft. Aus einem Zuschusstopf könnten nunmehr vorbehaltlich der Zustimmung 40 Prozent aus einem Landesförderprogramm – mehr als bislang erwartet – finanziert werden. Einen Antrag will die Gemeinde, die 50 Prozent finanzieren würde, nun stellen. Da aber der Erfolg ungewiss sei, sollten die Vereine parallel dazu die Voraussetzungen schaffen, um gegebenenfalls Fördergelder vom Landessportbund zu erhalten. Darüber hinaus müssen die Fußballer zwei ihrer bisherigen Rasenplätze benennen, die im Gemeindegebiet aufgegeben werden, um damit auf Dauer die kommunalen Kassen zu entlasten.

In die Jahre gekommen: Der Hartplatz in Emmern. Foto: Dana
  • In die Jahre gekommen: Der Hartplatz in Emmern. Foto: Dana

Das Papier, das vom Rat der Gemeinde ohne weitere Aussprache verabschiedet wurde, weist viele Wenn und Aber auf. Bekanntlich steht Emmerthal derzeit vor erheblichen Investitionen vor allem in den Bereichen Schule, Kinderbetreuung und Feuerwehr. Deshalb galt der Kunstrasenplatz nur als wünschenswertes Projekt, wurde deshalb auf einer sogenannten „Roten Liste“ geführt. Im Haushalt wurden die Gelder für den Sport zwar aufgenommen, falls es doch Zuschüsse geben sollte, aber mit einem Sperrvermerk versehen. Das heißt: Nur der Rat kann die Gelder für die Investition freigeben, sofern eng umrissene Bedingungen erfüllt sind.

„Das ist uns bewusst“, sagt Koch zu dem Sperrvermerk. Doch durch das Landesprogramm „rechnen wir uns gute Chancen aus“. Vor allem, da die Gemeinde mit ihrem Antrag früh dabei sein könnte. In der Projektgruppe werde nun überlegt, wie deren Beiträge in den drei Bereichen Spenden/Sponsoren, Veranstaltungen („Da gibt es schon erste Ideen“) und Eigenleistungen („Detmold könnte da als Vorbild dienen“) aussehen könnten. Zumindest hätte das gemeinsame Vorgehen der Sportvereine eine „Signalwirkung“ in der Region. Von anderen Vereinen würden Anfragen vorliegen, wie sie nach dem Beispiel der Emmerthaler Fußballer selbst Projekte entwickeln könnten. Koch: „Wir gelten für sie als Vorbild.“



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