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Wie Nico Lattermann einen hässlichen Beton-Klotz verschönern will

Kunst am Elektrohäuschen

DEHMKERBROCK. Ein neues Feuerwehrhaus für Dehmkerbrock wurde zwar nicht vorgestellt, dennoch ist der Vorschlag zur Gestaltung der Außenwände der neuen Stromübergabestation in Dehmkerbrock gar nicht so weit davon entfernt. Der Hamelner Graffiti-Künstler Nico Lattermann, als Sprüher auch unter dem Pseudonym „Shaz31“ bekannt, stellte seine Ideen vor, wie sich seiner Meinung nach der Zweckbau der Dresdner Boreas Energie GmbH harmonischer in das Umfeld integrieren ließe.

veröffentlicht am 21.06.2018 um 16:13 Uhr
aktualisiert am 21.06.2018 um 17:30 Uhr

Kunst am Zweckbau: In der Graffiti-Ausführung werde das Bild noch deutlich realistischer erscheinen, als in der Skizze, erklärt der Künstler Nico Lattermann. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Position, Größe, Farbe – alles in allem nicht das, was wir uns vorgestellt haben!“, fasste Dehmkerbrocks Ortsbürgermeisterin Corinna Menze den momentan für Unmut im Ort sorgenden Ist-Zustand des unästhetisch wirkenden Beton-Klotzes in unmittelbarer Nähe zum Dorfgemeinschaftshaus zusammen. Nun hat der Dresdner Energiedienstleister aber signalisiert, die Kosten für eine künstlerische Anpassung an die Umgebung zu übernehmen, wie die Ortsbürgermeisterin mitteilt. Sowohl bei ihren Ortsratskollegen als auch bei den Bürgern kamen die vorgestellten Gestaltungsmöglichkeiten für drei der insgesamt vier Seitenwände der Übergabestation sehr gut an. Die vierte Seite soll gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Ort im Rahmen eines Workshops unter Anleitung von Nico Lattermann gestaltet werden. Lattermann ist auch ausgebildeter Sozialarbeiter.

Und was hat sich „Shaz31“ nun so konkret vorgestellt? Sein präsentierter Vorschlag sieht vor, dass auf der Rückwand der Station zur Straße hin ein Feuerwehrfahrzeug mit Ausrüstung dargestellt wird, an dem gerade Mitglieder der Jugendfeuerwehr ausgebildet werden. An der zur Kreuzung gelegenen Seitenwand wird entsprechend die Front des Fahrzeuges abgebildet. Auf der gegenüberliegenden Seitenwand soll eine Theaterszene zu sehen sein, in der ein Teil der Kulisse Feuer gefangen hat und von aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht wird. Freiwillige Feuerwehr samt Jugendfeuerwehr und Theaterverein – der Brückenschlag zwischen den im Ort engagierten Vereinen mit Jugendabteilungen ist dem heimischen Graffiti-Sprüher gelungen. Und die Idee, die Jugendlichen vereinsübergreifend in das Gestaltungsprojekt mit einzubeziehen, hat besonderen Charme. Während der Präsentation wird auch deutlich, dass das, was Nico Lattermann macht, rein gar nichts mit den aus dem allgemeinen Straßenbild bekannten Schmierereien gemeinsam hat. Zwanzigjährige Erfahrung im Umgang mit dem Medium Sprühdose ermöglichen ihm, die Gestaltung qualitativ hochwertig umzusetzen, wie er sagt.

Nico Lattermann Foto: sbr
  • Nico Lattermann Foto: sbr

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