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Mestemacher-Gruppe steigert Umsatz im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent / Probleme bei Brotroggen

Kuchen aus Aerzen soll mehr exportiert werden

Aerzen/Gütersloh (cb). Die Mestemacher-Gruppe mit ihrer Tochter Aerzener Brot und Kuchen GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 118 Millionen Euro erzielt – und ist damit um 5,4 Prozent gewachsen. Damit lag das Wachstum höher als in den beiden Vorjahren (0,4 und 0,5 Prozent). Das gab die Geschäftsführung der Gruppe mit Albert Detmers und Fritz Detmers sowie Prof. Dr. Ulrike Detmers gestern bei der Jahrespressekonferenz in Gütersloh am Hauptsitz des Traditionsunternehmens bekannt. Die Aerzener Tochter bleibe eine feste Größe in der Gruppe, betonte Prof. Detmers. „Es gibt weiterhin keine Veranlassung, Horrorszenarien zu verbreiten“, sagte sie.

veröffentlicht am 13.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Der Abbau von Arbeitsplätzen konnte im Vorjahr abgemildert werden, nachdem vor allem nach dem Verlust eines Großkunden die Frischkuchenabteilung in Aerzen geschlossen wurde und zunächst 20 Kündigungen ausgesprochen werden sollten. Die Zahl konnte auf zwölf reduziert werden, da acht Beschäftigte in Teilzeit arbeiten. Derzeit seien in Aerzen fast 190 Mitarbeiter beschäftigt, für die Gruppe wird die Zahl mit 522 angegeben.

Laut Unternehmensleitung ist die Aerzener Tochter besonders im Bereich Tiefkühlkuchen „gut aufgestellt“. „Unser strategisches Ziel ist es, die Auslandsmärkte zu erschließen“, kündigte Prof. Detmers hier mögliche Wachstumspotenziale an. Konkrete Nachfragen gebe es aus England, aber auch Frankreich, Skandinavien und Österreich seien im Blick. Bei einem Strategie-Workshop der Geschäftsführung in Aerzen Ende Januar werde darüber beraten, wie Produktinnovationen besonders mit Blick auf die internationale Fachmesse Anuga auf den Markt gebracht werden könnten und das Exportgeschäft ausgebaut werden könne, kündigte sie an.

Problematisch bleibe das Brotsortiment, wofür mehrere Gründe ausschlaggebend seien. Die Aerzener Tochter bediene das Preiseinstiegssegment. Dort seien Preiserhöhungen nur schwer weiterzugeben. Zudem wachse die Konkurrenz durch Backautomaten, die in immer mehr Discountern und Supermärkten zu finden seien. „Für uns fast bedrohend“ sei eine weitere Entwicklung, die für die gesamte Gruppe gelte, so Prof. Detmers: Die Sorgen würden zunehmen, dass guter Brotroggen knapp werde. Im Monat würden rund 2200 Tonnen Getreide, hauptsächlich Roggen, verarbeitet. Mestemacher sieht auch in der Zukunft Probleme in Bezug auf Spekulationen mit Nahrungsmitteln, insbesondere Weizen, sowie hinsichtlich der staatlichen Förderung des Anbaus von Bio-Kraftstoffen. Ein weiteres Problem ist, dass der weltweite Roggenanbau weiter schrumpft. Mestemacher befürchtet deshalb als Roggenvollkornbäcker eine Fortsetzung der Preissprünge nach oben. „Während die globale Getreideproduktion unter Führung von Weizen und Mais von Jahr zu Jahr wächst, wird Roggen weltweit immer mehr zur Randerscheinung“, lautet die Einschätzung der Geschäftsleitung. „Folglich befürchten wir, dass guter Brotroggen eher knapp wird. Durch intensive Kontakte zur Landwirtschaft und zur Wissenschaft bemühen wir uns intensiv, den Anbau von Roggen für die Landwirte aber auch für die Verbraucher attraktiv zu gestalten.“

Für 2012 rechnet die Gruppe mit einer Steigerung des Jahresumsatzes auf 120 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 1,7 Prozent. Die konservative Umsatzplanung wird auf die unwägbare Wirtschaftslage im In- und Ausland zurückgeführt.



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