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Bauwerk an der Brückenstraße soll mit ins Sanierungsprogramm

Kritik an maroden Brücken

AMELGATZEN/WELSEDE. Dunkelrot ist die Brücke an der Brückenstraße in Amelgatzen in das Register der reparaturbedürftigen Brückenbauwerke eingetragen. Das, so Ortsbürgermeister Helmut Brinkmann während der jüngsten Sitzung des Ortsrats Amelgatzen im Dorfgemeinschaftsraum in Welsede, weise aus, „dass sich die Brücke im schlechtesten Zustand befindet, der überhaupt möglich ist“.

veröffentlicht am 09.11.2017 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 09.11.2017 um 19:10 Uhr

Um den Zustand einiger Brücken ist es mehr als schlecht bestellt. foto: archiv
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Burkhard Reimer Reporter
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Gebaut wurde die Brücke 1965, ist inzwischen also mehr als 50 Jahre alt.

Es gehe nun darum, führte Brinkmann weiter aus, ob sie überhaupt saniert oder aber durch einen sogenannten Rohrdurchlass ersetzt werden solle. Auf jeden Fall aber müsse erreicht werden, dass die Emmer künftig auch wieder von schweren Fahrzeugen überquert werden könne.

Auch während der jüngsten Zusammenkunft der Ortsbürgermeister der Gemeinde Emmerthal sei die Liste notwendiger Brückensanierungen Thema gewesen, berichtete Erster Gemeinderat Elmar Günzel. Dabei habe Einigkeit darüber bestanden, dass bei der Festlegung der Reihenfolge nach den Kriterien „sachliche und zeitliche Not“ vorgegangen werden solle.

Insofern sei „die Chance relativ hoch“, dass die notwendigen Arbeiten schon recht zeitnah in Angriff genommen werden könnten. Vorher müssten allerdings noch die Aussagen eines Gutachters zu der Angelegenheit vorliegen. „Und schließlich müssen auch die notwendigen Kapazitäten in der Verwaltung frei sein“, fügte Elmar Günzel hinzu. Durchaus bewusst an das anwesende Ratsmitglied Oliver Gockel gewandt, führte der Erste Gemeinderat damit einen Seitenhieb gegen den Rat der Gemeinde Emmerthal aus, der die aus Verwaltungssicht dringend erforderliche Schaffung einer weiteren Stelle im Rathaus mehrheitlich abgelehnt hatte.

Auch um die Brücke am Schlesierweg ist es mehr als schlecht bestellt. Wegen fehlender Planken im Holzbelag, hieß es aus den Reihen des Ortsrats, könne sie selbst von Fahrradfahrern nicht mehr sicher genutzt werden. Und auch das Geländer sei stellenweise schadhaft. Er sei zwar in diesen Dingen eher ein Laie, schickte Ortsbürgermeister Brinkmann voraus, „aber meiner Meinung nach ist der gesamte Holzbelag ohnehin Blödsinn“.

Es erging die einstimmige Empfehlung, dass auch diese Brücke in das Sanierungsprogramm aufzunehmen sei.

Im Ortsrat ging es darüber hinaus aber auch um die Sanierung des Giebelwegs und der Brückenstraße in Amelgatzen. Sie sollen ebenfalls in den Fördermittelantrag aus dem Programm „Ländlicher Wegebau“ aufgenommen werden. „Was für Börry und Ohr gilt, das wollen wir auch“, stellte Ortsbürgermeister Helmut Brinkmann fest.

Wie es in einem Antrag der SPD-Fraktion im Ortsrat dazu heißt, würden beide Straßen hauptsächlich von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt, zudem diene der Giebelweg aber auch als Zufahrt zu mehreren Wohnhäusern sowie zur Sportanlage und sei obendrein Teil des Emmer-Radwegs. Auch die Brückenstraße werde zusätzlich zu ihrer eigentlichen Bestimmung als Fahrradweg genutzt und zwar zur Mühle und zum Schloss Hämelschenburg. Der Zustand des Giebelwegs sei „an manchen Stellen extrem schlecht“, was auch für die Brückenstraße („sehr schlechter Zustand“) gelte, heißt es. Die Ortsratsmitglieder erteilten dem Antrag im Dorfgemeinschaftsraum in Welsede einhellig ihre Zustimmung.

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