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Zusätzliche Sozialassistenten: Gemeinde will Angebot des Landes frühzeitig umsetzen

Krippengruppen: Halbe Kraft voraus

Emmerthal. In Emmerthal soll es ab dem nächsten Jahr die sogenannte dritte Kraft für zwei Krippengruppen in Kindertagesstätten geben. Die Sozialassistenten haben zunächst eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden, die vom Land Niedersachsen finanziert werden. Ganz unumstritten ist die Regelung nicht in Fachkreisen, wie im zuständigen Ausschuss des Rates deutlich wurde. Dennoch schlug Susanne Jürgens als zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus der Politik vor, dem Vorschlag zuzustimmen. Natürlich sei es wünschenswert, mit Vollzeitkräften zu arbeiten, räumte Jürgens ein. Aber dann müsste die Gemeinde die Restsumme zahlen. In Abstimmung mit dem DRK-Kreisverband Weserbergland soll die dritte Kraft für die ganztägigen Krippengruppen im Bildungshaus Börry und in der Kindertagesstätte „Neue Straße“ in Kirch-ohsen eingestellt werden.

veröffentlicht am 01.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

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Damit will die Gemeinde frühzeitig umsetzen, was die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) erst im Sommer angekündigt hatte. Lieselotte Sievert, Fachberaterin beim DRK für die Kindertagesstätten und im Ausschuss vertreten, sprach von einer „Mogelpackung“ des Landes, wofür die Gemeinde aber nichts könne. Damit bezog sie sich auf die augenblicklich noch verkürzte Wochenarbeitszeit und die kurze Ausbildung. Auch Ruth Leunig (SPD), selbst im Kindertagesstättenbereich beruflich tätig, sprach von Problemen. Zwar sei die dritte Kraft „schon eine Hilfe“, aber man verspreche sich mehr. „Im Ganztagsbetrieb kommen sie mit 20 Wochenstunden bis zum Mittagessen“, meinte sei. Vor allem sorgt sie sich vor einem „Zwei-Klassen-System“ mit Erzieherinnen (drei Jahre Ausbildung) und Sozialassistentinnen (zwei Jahre). Leute würden von der Schule gelockt, um schnelles Geld zu verdienen, von dem sie aber später nicht leben könnten, befürchtet Leunig. Letztendlich stimmten die Politiker aber dem Beschlussvorschlag zu, weil er trotz aller Probleme eine personelle Verbesserung bedeutet.

Der Stufenplan des Landes zur Finanzierung der dritten Fachkraft sieht vor, dass vom 1. Januar 2015 an eine durchschnittliche wöchentliche Betreuungszeit von 20 Stunden vom Land finanziert wird. Vom 1. August 2016 an finanziert das Land jährlich aufsteigend weitere drei Stunden, bis die Einführung zum 1. August 2020 abgeschlossen sein wird. Dann übernimmt das Land die Finanzhilfepauschale vollständig für die gesamte tatsächliche Betreuungszeit der Krippengruppe. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestpersonenschlüssel wird angehoben: In einer Krippengruppe mit maximal 15 Kindern unter drei Jahren werden bislang rechnerisch 7,5 Kinder von einer Fachkraft betreut.

Der Beschluss der Gemeinde sieht vor, dass auch die Arbeitszeit der beiden dritten Kräfte in Börry und Kirchohsen durch das DRK entsprechend der Förderung durch das Land jährlich angepasst wird. cb



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