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Glockenturm in Gellersen – Sanierung teurer als gedacht

Kosten verdoppeln sich: Alles zurück auf null

GELLERSEN/AERZEN. Rückschlag für die Einwohner von Gellersen: Die Zukunft des hölzernen Glockenturmes bleibt offen, nachdem die aktuelleren Kalkulationen von wesentlich höheren Sanierungskosten ausgehen. „Die Schäden sind doch massiver, als zunächst abzuschätzen war“, informierte Ortsbürgermeister Dr. Thomas Forche über den aktuellen Stand.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 15:55 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Gellerser hatten sich bei einer Bürgerbefragung mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Turm an alter Stelle zu belassen und zu sanieren. Die Alternative: ein Neubau am Dorfgemeinschaftshaus. Das soll nun erneut im Dorf beraten werden, wie der Aerzener Ortsrat bei der jüngsten Sitzung empfahl. Ohnehin gilt der bisherige Standort als problematisch, weil er auf privatem Grund schwer zu erreichen ist.

Erster Gemeinderat Andreas Wittrock („Ich bin kein Baufachmann“) begründete die zu geringe Kostensumme mit Schätzungen, um die insgesamt fünf maroden Glockentürme in Gellersen, Multhöpen, Grießem, Flakenholz und Reinerbeck zunächst für ein EU-Förderprogramm (Leader) anzumelden. Bekanntlich gelten sie als ortsbildprägend; außerdem wollen die Einwohner, die keine eigenen Kirchen im Dorf haben, nicht auf das Geläut bei besonderen Anlässen verzichten. Die Kosten in Gellersen hätten sich von der geschätzten Summe (25 000 Euro) verdoppelt, da das Fundament erneuert werden müsste, sagte Wittrock.

Als „befremdlich“ bezeichnete Michael Schlie (SPD) die neueste Erkenntnis, da schließlich vor Jahren auf das problematische Fundament hingewiesen worden sei. Noch mehr überraschte die jüngste Entwicklung die Einwohner selbst, die zur Sitzung gekommen waren. „Ich möchte den Statiker sehen, der das Fundament anzweifelt“, sagte Friedel Diekmann, der auch die Kosten infrage stellte. „Dann fahren wir den Beton selbst mit der Schubkarre hin“, verwies er auf Eigenleistungen.

Wittrock erinnerte daran, dass es ein Unterschied sei, ob Privatleute einen Bau errichteten oder eine Kommune. „Die Verantwortung liegt dann bei der Gemeinde“, sagte er. Dass es in der Politik keine abschließende Meinung an dem Abend geben werde, daran knüpfte der Ortsbürgermeister an. Zumindest stehe fest, dass der Trauerraum, ohnehin nur ein- oder zweimal jährlich genutzt, an bisheriger Stelle bleibe und eine Elektroheizung erhalte. Damit könne auf den Öltank im Glockenturm verzichtet werden. Anfang nächsten Jahres werde dann die Standort-Frage erneut bei einer Dorfversammlung beraten.



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