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Kormoran wieder zum Abschuss freigegeben

Emmerthal (cb). Der Konflikt schwelt seit Jahren, da sowohl der Kormoran als auch die Fischart Äsche als schützenswert gelten. Vor diesem Hintergrund stand auch die Entscheidung des Landkreises Hameln-Pymront als Untere Naturschutzbehörde: Seit Mitte des Monats darf der Kormoran im Naturschutzgebiet Emmer wieder geschossen werden – allerdings unter besonderen Auflagen.

veröffentlicht am 25.08.2011 um 20:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

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Emmerthal (cb). Der Konflikt schwelt seit Jahren, da sowohl der Kormoran als auch die Fischart Äsche als schützenswert gelten. Vor diesem Hintergrund stand auch die Entscheidung des Landkreises Hameln-Pymront als Untere Naturschutzbehörde: Seit Mitte des Monats darf der Kormoran im Naturschutzgebiet Emmer wieder geschossen werden – allerdings unter besonderen Auflagen. Damit gab die Verwaltung dem Antrag der Fischereigenossenschaft der Emmer statt, nachdem die Behörde zunächst eine Kormoranproblematik angezweifelt hatte. Nun erteilte der Landkreis „die naturschutzrechtliche Befreiung zum Einzel-Abschuss von Kormoranen“, wie es offiziell heißt. Der zuständige Fachdienstleiter Rainer Halbauer erhofft sich damit den Spagat zwischen den natur- und artenschutzrechtlichen Interessen. Dabei habe aber die Vergrämung des Vogels beispielsweise durch Störung mit Lärmattrappen Vorrang. Lippold von Klencke aus Hämelschenburg, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft: „Wir begrüßen sehr, dass damit die Vergrämung und Bejagung von Kormoranen fortgesetzt werden kann, da sie den artenreichen, natürlichen und wertvollen Fischbestand der Emmer bereits in einem bedrohlichen Ausmaß dezimiert haben und intensiv bekämpft werden müssen.“
 Wie berichtet, hatte von Klencke besonders wegen des gefährdeten Äschen-Bestandes („Ein wertvoller Fisch, der für den Kormoran eine leichte Beute ist“) den Antrag gestellt. Ob Fischräuber oder schützenswerter Vogel – da scheiden sich die Geister. Während der Naturschutzbund (Nabu) den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 („natürlicher Bestandteil unserer Gewässerökosysteme“) erklärt hatte, konterten darauf andere Interessenvertreter wie der Verband Deutscher Sportfischer. Sie kürten die Äsche zum Fisch des Jahres 2011. „Der derzeit maßgebliche Grund für den Bestandsrückgang in zahlreichen Äschepopulationen sind die europaweit immer noch ansteigenden Kormoranbestände“, kritisierten sie. Halbauer erhofft sich mit der Entscheidung des Landkreises für den Bereich der Region „eine Beruhigung auf beiden Seiten“.



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