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Feuerwehrbedarfsplan: Ratsherr Keller erwartet nun Vorteile für alle Beteiligten – und legt Skepsis ab

Kleinere Wehren können hoffen

Emmerthal. In diesem Jahr soll für die Gemeinde Emmerthal ein Feuerwehrbedarfsplan aufgestellt werden. Der Vorsitzende des auch für den Brandschutz zuständigen Fachausschusses, Rolf Keller (CDU), sieht darin gleich zwei positive Aspekte. Zum einem gäbe es eine Planungssicherheit für die Kommune und die Feuerwehr. Zum anderen geht er davon aus, dass dadurch auch die kleineren Ortswehren gestärkt werden. „Denn wir brauchen sie alle und wollen sie auch erhalten“, sagt er.

veröffentlicht am 06.01.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:41 Uhr

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Keller war zunächst skeptisch, was die Pläne zum Aufstellen eines Feuerwehrbedarfsplans für seine Gemeinde betrifft. Er habe sich aber lange und eingehend mit der Sache beschäftigt und sei jetzt zu der Einsicht gekommen, dass dieser Bedarfsplan durchaus sinnvoll sein könne. Dazu beigetragen hätten auch die Ergebnisse, die bei der Überprüfung durch den Landesrechnungshof herausgekommen seien. „Aber auch der Landkreis als kommunale Aufsichtsbehörde für unseren Haushalt fordert jedes Jahr von uns das Aufstellen eines solchen Plans“, erklärt der Christdemokrat. Daher sei es nur richtig, dass Verwaltung, Politik und Feuerwehr mithilfe eines externen Büros an der Erstellung eines solchen Bedarfsplans arbeiteten.

10 000 Euro sind dafür im Haushalt für 2015 vorgesehen. Mit dem Feuerwehrbedarfsplan soll nach den Kriterien des Landes Niedersachsen nachgewiesen werden, die kommunale Verpflichtung zu erfüllen, eine „den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten“.

Ein Vorteil in Emmerthal gegenüber den anderen Kommunen sei dabei, dass im Zusammenhang mit der Überprüfung durch den Landesrechnungshof schon zahlreiche Daten erfasst wurden, die nun für die Aufstellung des Bedarfsplans Verwendung finden können, wie Keller hervorhebt. Denn insbesondere die Feuerwehren, aber auch die Verwaltung sind in so einem Fall aufgefordert, etliche Daten über Ausrüstung, Personalstärken und Verfügbarkeit, Dienstbeteiligung, Einsatzzahlen und vieles mehr zusammenzutragen. „Die Ergebnisse daraus werden in den Haushalt einfließen und die Politik hat sich dann nach dem Bedarf zu richten. Das führt zu einer Planungssicherheit“, erklärt Keller, der sich auch beim zuständigen Fachausschuss der Nachbargemeinde Aerzen über die Beratungen des bereits durch ein Fachbüro erstellten Feuerwehrbedarfsplans informiert hat.

Die Feuerwehren in der Gemeinde Emmerthal leisten eine sehr gute Arbeit, wie der Ausschussvorsitzende betont: „Ich gehe davon aus, dass das auch in dem Bedarfsplan seine Bestätigung finden wird.“ Dort würden die Mindestanforderungen festgehalten und es werde für die Politik schwierig werden, davon abzuweichen. Daher sieht Keller in dem Ganzen eine Stärkung des Bewusstseins für das Ehrenamt in der Feuerwehr.

„Die Erstellung eines von allen Seiten getragenen Feuerwehrbedarfsplans setzt aber auch voraus, dass sich alle Ortswehren über ihre Führungskräfte einbringen“, fordert Keller. Er könne sich vorstellen, dass etwa kleineren Ortswehren Spezialaufgaben übertragen werden, was in dem Plan Berücksichtigung finden könnte. Die Schwer- und Stützpunktfeuerwehren würden natürlich das Hauptgewicht in Sachen Brandschutz bilden. Aber sie könnten dann Aufgaben an die anderen Ortswehren delegieren. „So könnten wir sicherstellen, dass auch kleinere Ortswehren mit einer nicht so starker Personalstärke weiter Bestand haben. Denn sie werden alle gebraucht“, betont der Ausschussvorsitzende Keller ausdrücklich. tis



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