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„Quintessence Saxophone Quintet“ legt viel Wert auf Kontakt mit seinem Publikum

Klassische Stücke mit viel Jazz-Feeling

EMMERTHAL. Das Publikum empfängt die fünf swingend einziehenden Saxofonisten schon auf dem Weg durch die Tischreihen bis hinauf auf die Bühne der Kultur(n)halle in Emmerthal mit viel Applaus und spürbarer Vorfreude auf einen Konzertabend der Spitzenklasse.

veröffentlicht am 27.11.2017 um 12:07 Uhr
aktualisiert am 27.11.2017 um 16:20 Uhr

Das „Quintessence Saxophone Quintet“ begeisterte in der Emmerthaler Kultur(n)halle. Foto: kkü
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Karin Küster Reporterin
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„Klassische Stücke durch die Brille des 21. Jahrhundert zu sehen“, meint Uli Lettermann, der als Moderator durch das Programm führt, sei das „Alleinstellungsmerkmal“ des Ensembles. Zum „Quintessence Saxophone Quintet“ gehören Uli Lettermann (Sopran- und Altsaxofon), Sven Hoffmann (Sopran- und Altsaxofon), Andreas Menzel (Alt- undTenorsaxofon), Kai Niedermeier (Tenorsaxofon) und Anatole Gomersall (Baritonsaxofon).

Die fünf Herren beginnen den Konzertabend mit drei Sätzen aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Diese Musikstücke hat Uli Lettermann nicht nur für Saxofon umgeschrieben, sondern darüber hinaus teils sehr stark, teils weniger intensiv bearbeitet und als Krönung eine satte Portion Improvisation hinzugefügt. Von Klassik zum Jazz swingen die Musiker hin und her und werden mit lang anhaltendem Applaus belohnt!

Alle fünf Musiker brillieren als Solisten in einer stark veränderten Fassung von Mozarts „Kleiner g-Moll Synkope“ (25. Sinfonie), die sie in „Twenty-five plus“ umbenannt haben.

Für „Toccata und Fuge d-Moll“ von Johann Sebastian Bach ist eine kleine Umbaumaßnahme erforderlich. Die fünf routinierten Saxofonisten, die normalerweise ohne Noten spielen, bauen moderne, kleine Tablet-Notenständer auf und legen dann mit viel Dynamik los.

Beim „f-Moll Cembalokonzert“ von Bach driftet die Band noch einmal mit Volldampf in Richtung Jazz ab. Nicht ganz so stark sind die vorgenommenen Veränderungen bei der 5. Symphonie von Beethoven und Mozarts „Kleiner Nachtmusik“, hier sind Originale leicht herauszuhören. Mit der „Tatort“-Melodie von Klaus Doldinger führen die Saxofonisten mit viel Jazz-Feeling ins 20. Jahrhundert, und der Konzertabend nähert sich mit dem Jazz-Stück „Blue Rondo à la Turk“ im 9/8-Takt dem Ende.

Als Zugaben eine „Kleine Fuge g-Moll“ von Bach, ein „fröhliches Moll mit einem Dur-Akkord am Ende“, meint Uli Lettermann und – „damit man sich das ganze Raus- und Reingerenne spart“ – obendrauf noch etwas Pop-Musik mit kleiner Tanzeinlage.

Das gut gelaunte Quintett verlässt die Bühne so wie es gekommen ist – mitten durch die Zuschauerreihen hinaus bis in das Foyer, wo die Musiker anschließend plaudernd mit einem Getränk in der Hand zum Anfassen nahe sind – sehr sympathisch, super!

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