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Nach dem heißen Sommer ist das Gewässer völlig zugewachsen / Gemeinde offen für Ideen der Dorfgemeinschaft

Kippt der Grohnder Dorfteich um?

Grohnde. Wilhelm Wehrhahn steht auf dem Fußweg der Grohnder Bahnhofstraße und schwelgt in Erinnerungen. Der Dorfteich des knapp 1250-Seelen-Ortes südöstlich von Emmerthal sei früher ein wahres Kleinod gewesen, sagt er, voll mit Fischen, richtige Teichfeste seien an seinem Ufer gefeiert worden, mit Buden und Musik. Heute allerdings brauche der Teich dringend Hilfe, führt Wehrhahn fort und deutet auf eine große, hellgrüne Fläche, die erst auf den zweiten Blick als Gewässer zu erkennen ist: Der zwischen Bahnhofs-, Grohnder Straße und Am Teich angesiedelte Dorfteich ist völlig zugewachsen und über und über mit Entengrütze bedeckt. Kein Zentimeter der Wasseroberfläche ist noch zu sehen, kein Tageslicht gelangt mehr an den Grund. „Nach dem heißen Sommer ist der Wasserstand runter, der Teich droht umzukippen“, ist der Hamelner sich sicher, „bald wird es hier anfangen zu stinken.“

veröffentlicht am 09.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

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Vor zwei Jahren war die Fontäne, die das Wasser in Bewegung gehalten hatte, kaputtgegangen. Grohnder Ortsrat und Gemeinde Emmerthal kennen die Problematik, „eine neue Fontäne steht auf der Liste der wünschenswerten Maßnahmen“, sagt Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann. Nur: Die Liste ist lang, die Kassen sind knapp, und die Reparatur allein würde 1300 Euro kosten, zuzüglich der Kosten für den An- und Abbau sowie der rund 1000 Euro pro Jahr für den Betrieb und die Unterhaltung. „Die Untere Wasserschutzbehörde hat mir zudem bestätigt, dass der Teich aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine Funktion erfüllt, er dient lediglich als Regenrückhaltebecken“, so Grossmann weiter.

Um den Teich zu „retten“, seien drei Maßnahmen nötig, sagt Wehrhahn, der sich als Angler mit Gewässern auskenne: erstens müsse er von Schlamm, Kraut und Entengrütze befreit, zweitens frisches Wasser hineingepumpt und drittens für eine Art „Instandhaltung“ gesorgt werden. „Hier ist die Dorfgemeinschaft gefordert“, sagt Bürgermeister Grossmann – und ruft die Grohnder dazu auf, Vorschläge einzureichen, Eigeninitiative zu zeigen. „Anders als noch vor zehn Jahren, kann die Gemeinde heute nicht mehr alles bezahlen. Wenn ein Teil der Arbeiten in Eigenleistung erbracht wird, werde ich mich aber nicht versperren und das Engagement honorieren.“ww



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