weather-image
22°
„Hilf mir, es selbst zu tun“

Kinder-Großtagespflege „Baerkolino“ feiert erstes Sommerfest

AMELGATZEN. Am liebsten würden Berko und Sarah Barnes eine eigene Grundschule eröffnen, das sind aber noch Pläne für die Zukunft. Mit ihrer Kinder-Großtagespflege „Baerkolino“ haben sie sich im September 2014 schon ihren Wunsch erfüllt, mit Kindern zu arbeiten und es dabei besser zu machen als viele andere – das ist zumindest ihr Anspruch.

veröffentlicht am 04.08.2017 um 16:27 Uhr
aktualisiert am 07.08.2017 um 10:45 Uhr

Bisher wissen viele Leute nicht, was eine Kinder-Großtagespflege überhaupt ist. Deshalb laden Berko und Sarah Barnes alle Interessierten zu einem Sommerfest ein. Foto: jsp
Jens Spickermann

Autor

Jens Spickermann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Viele im Ort wüssten aber noch gar nicht, was eine Kinder-Großtagespflege überhaupt ist, obwohl sich die Barnes über eine geringe Kundenzahl nicht beschweren können.

Der erste Geburtstag ihres Pflegekindes Samuel am heutigen Samstag bietet ihnen deshalb einen willkommenen Anlass alle Interessierten am Sonntag zu einem Sommerfest mit einer Hüpfburg, einer Tombola, einem Auftritt des Irish-Folk-Sängers Andreas Tomec (eventuell zusammen mit seiner Band), Kinderschminken und anderen Attraktionen einzuladen.

Manche Leute würden sich vorstellen, dass eine Mutter so eine Tagespflege allein und ohne Qualifikation betreibt, sagt Sarah Barnes. Das stimme aber natürlich nicht. Sie selbst ist ausgebildete Erzieherin, denn wer in einer Kinder-Großtagespflege arbeiten möchte, müsse zumindest eine Ausbildung zur „Tagespflegeperson“ absolviert haben, sagt sie. Die Idee, etwas Eigenes zu gründen, kam den Barnes Anfang 2014, nachdem sie als Bereitschaftspflegeeltern schon drei kleine Pflegekinder aufgenommen hatten. Der Name war auch schon klar: „Baerkolino“, also quasi „kleiner Berko“ ist eigentlich der Spitzname, den Berko Barnes von einer spanischen Freundin verpasst bekommen hat. Seine Frau hat dazu dann einen passenden Teddybär gemalt und fertig war das Logo. „Uns war schon immer klar, wenn wir je eine Firma gründen, dann nennen wir die so“, lacht Barnes. Wegen knapper Krippenplätze ist „Baerkolino“ für immer mehr Eltern eine gute Alternative zu den klassischen Betreuungsangeboten geworden. Ein Grund für den Erfolg ist wohl Flexibilität: „Wir richten uns bei den Betreuungszeiten nach den Wünschen der Eltern“, sagt Berko Barnes. Wer früh bei der Arbeit sein muss, kann sein Kind schon ab sechs Uhr morgens abgeben oder es sogar abholen lassen. Abends ist spätestens um 20 Uhr Schluss. „Dann gehört ein Kind auch ins Bett", meint Berko Barnes.

„Hilf mir, es selber zu tun", der Leitsatz Maria Montessoris ist das Motto, das auch die Barnes für ihre pädagogische Arbeit gewählt haben. Der Rest sei „ganz viel Bauchgefühl“, sagt die Erzieherin. Im Gegensatz zu den Kindergärten dürfen Sarah und Berko Barnes zusammen mit ihren Mitarbeitern nur maximal zehn Kinder gleichzeitig betreuen. Zwischen ein und drei Jahren sind die jungen Gäste in der Regel alt, die in der Kinder-Tagespflege das tun können, was auch in den meisten Kinderkrippen angeboten wird: Frühstücken, Morgenkreis, Mittagsschlaf, draußen oder drinnen spielen, kleine Unternehmungen. Dafür gibt es verschiedene Spielzimmer (in einem darf auch mal die Tapete angemalt werden), einen Garten mit einem Spielhaus sowie Küche, Schlaf- und Badezimmer. Ältere Kinder, die schon zur Schule gehen, werden nachmittags bei den Hausaufgaben betreut.

Termin: Wer sich selbst ein Bild machen möchte, ist zum Sommerfest eingeladen, das am Sonntag, 6. August, von 11 bis 14 Uhr an der Amelgatzer Straße 18 (Hof der Firma Wolf) stattfindet.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare