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Grohnder sehen viele offene Fragen / Ortsrat berät heute erneut

Kiestransport bleibt umstritten

Grohnde (gm). Für viele Einwohner scheint es schon aus technischen Gründen kaum vorstellbar, dass über die Schienen in Grohnde wieder Güterzüge rollen sollen. Die Vorwohle-Emmerthaler Verkehrsbetriebe GmbH (VEV), gegründet am 18. Mai 1967, sind ein Nachfolgeunternehmen der ursprünglich am 9. Oktober 1900 eröffneten Vorwohle-Emmerthaler Eisenbahn (VEE). Die wiederum war ein Teilunternehmen der Deutschen Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft (DEBG). Von der seinerzeit anfänglich betriebenen Strecke Vorwohle – Emmerthal, die die beiden Staatsbahnstrecken Hannover – Hameln – Altenbeken – Soest und Helmstedt – Kreiensen – Holzminden durch das Weser- und Leinetal verband, ist heute nach der Stilllegung nur noch der Abschnitt von Bodenwerder bis Emmerthal vorhanden. Von wirtschaftlicher Bedeutung könnte aktuell noch einmal die Bahntrasse von Grohnde über den Abschnitt der Bahnkreuzung am AKW bis hin nach Emmerthal werden. Ein Kieswerkbetreiber aus Bodenwerder-Kemnade möchte den Schienenverlauf vom ehemaligen Grohnder Verladebahnhof bis zur Abzweigung beim AKW auf eigene Kosten sanieren, um künftig den Kies von Grohnde aus über Emmerthal in Richtung Norddeutschland auf dem Schienenweg zu transportieren. Vom Grohnder Ortsrat und der Bürgerschaft gab es bereits bei der ersten öffentlichen Vorstellung dieses Projekts heftige Proteste. Für Emmerthals ehemaligen Gemeindedirektor Martin Delker, der seit 1973 selbst in Grohnde wohnt, ist dieses Thema ein „heißes Eisen“. „Wenn das wirklich so geschehen sollte, müsste zunächst einmal die Eisenbahnbrücke, die über die Landesstraße L 429 führt, statisch untersucht werden“, sagt der ehemalige Verwaltungschef auf Nachfrage. Darüber hinaus meldet Delker, der immer noch als Sprachrohr vieler Grohnder gilt, arge Bedenken wegen der Zufahrt der schweren Kieslaster über die Bahnhofstraße an. Ob die Verladung von Kies auf die Bahn da oben überhaupt logistisch umsetzbar ist, vermag er allerdings nicht zu sagen. „Das müssten sich die Investoren ja vermutlich schon vorher überlegt und berechnet haben“, glaubt Delker, der allen Grohndern zu einer Bürgerinitiative gegen die vorgestellten Pläne rät.

veröffentlicht am 20.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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