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Vor allem beim Transport zeichnen sich Lösungen ab / Bürgerinitiative lädt Unternehmensvertreter ein

Kiesabbau – Politiker fordern Mitsprache

Emmerthal. In Sachen Kiesgewinnung zwischen Ohr und Emmern möchten die Emmerthaler Ratspolitiker, insbesondere des Ausschusses für Ordnung, Liegenschaften, Brandschutz und Bauen, alle Möglichkeiten ausschöpfen, um auf die Planungen Einfluss zu nehmen. Der Vorsitzende Rolf Keller (CDU) regt zudem an, einen Verantwortlichen des Unternehmens zu einer Ausschusssitzung einzuladen.

veröffentlicht am 23.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:41 Uhr

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Der Erste Gemeinderat Elmar Günzel berichtete den Ausschussmitgliedern, dass eine Stellungnahme der Gemeinde, in dem auch die Punkte der jüngsten Ortsratssitzung in Emmerthal vom Mai eingeflossen sind, an den Landkreis gegangen ist. Bei einer Anhörung hätte er die Gemeinde Emmerthal vertreten dürfen, obwohl dies eigentlich nicht vorgesehen ist. Dabei sei der Punkt mit der Verlegung der Reihenfolge der Abbaugebiete zunächst in Richtung Ohr unstrittig gewesen. Dadurch würde die Ortschaft Emmern ja erst Jahre später durch den Kiesabbau belastet. Ein weiterer Punkt war die Lenkung des derzeitigen Lkw-Verkehrs. Dieser soll ausnahmslos über die B 83 erfolgen und nicht über die Hauptstraße oder L 431 durch Emmern. Elmar Günzel berichtet, dass es keine rechtlichen Möglichkeiten gebe, nur den Verkehr der Kieslaster dementsprechend zu lenken. „Wenn, geht das nur für alle Lkw, aber das ist ja nicht unser Ziel“, meinte der Erste Gemeinderat. Doch habe er hier eine durchaus positive Reaktion aus den Reihen des Unternehmens feststellen können, dies dementsprechend intern zu regeln. Das gelte auch für die zukünftige Regelung des Lkw-Verkehrs beim Kiesabbau.

Rolf Keller zeigte sich erfreut, dass der Gemeinde wenigstens die Möglichkeit gegeben werde, bei den Gesprächen dabei zu sein: „Aber ich frage mich, wie können wir Einfluss nehmen auf das Verfahren?“ Günzel betonte dazu nochmals, dass gerade in Sachen Verkehr der Landkreis Hameln-Pyrmont und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zuständig seien. Rudolf Welzhofer (CDU) merkte als Ortsbürgermeister in Emmerthal an, dass man zufrieden sei mit dem bisher Erreichten.

Die Bürgerinitiative habe versucht, mit Vertretern des Abbauunternehmens ins Gespräch zu kommen und das abseits der großen Zusammenkünfte, so Ralf-Ulrich Böhm (SPD): „Ein erster Versuch ist gescheitert, aber wir wollen einen zweiten unternehmen.“ Der Ausschussvorsitzende Rolf Keller sprach sich dafür aus, einen Verantwortlichen des Unternehmens zu einer Ausschusssitzung einzuladen, um mit ihm über Probleme und mögliche Lösungen zu sprechen. Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann versprach, sich darum zu bemühen.

Noch nicht geklärt ist derzeit ja, wie der Abtransport des Kieses erfolgen soll, ob per Lkw, Bahn oder Förderband. In einer Sitzungsunterbrechung machte Michael Niehus als Emmerthaler Einwohner auf die Möglichkeit aufmerksam, das mögliche Förderband nicht über die Weser Richtung Tündern zu führen, sondern parallel zur B 83 bis in den Bereich der Kompostierungsanlage, um dort verkehrstechnisch günstig eine Verladestation für die Bahn zu errichten. Das sah Bürgermeister Grossmann aber als sehr bedenklich an. Zum einen führe die Förderstrecke dann im Bereich der Emmer durch Schutzzonen (FFH-Gebiete). Und Grossmann gab zu bedenken, dass an dieser Verladestation möglicherweise Brecheranlagen für bis zu drei Kiesabbaugebiete geplant seien. „Das macht in der Nähe unserer Wohngebiete wenig Sinn“, erklärte der Bürgermeister. tis



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