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Bis nächstes Jahr müssen Anwohner mit Beeinträchtigungen rechnen / Arbeiten im Zeitplan

Kernort entwickelt sich zur Großbaustelle

Aerzen (sbr). Die verkehrstechnisch gesehen etwas ruhigeren Sommerferien hat die Verwaltung genutzt, um das derzeit größte Bau- und Investitionsprojekt der Gemeinde mitten im Kernort voranzutreiben: die Sanierung und Erneuerung der Hauptwasserleitung und Kanäle sowie des Straßenpflasters des Bereichs Pöhlenstraße, Geilsweg und Fuchsloch. Noch bis zum kommenden Jahr wird die Dorfmitte einer Großbaustelle gleichen. Das nach Abschluss der Straßenbauarbeiten aufgewertete Ortsbild bringt allerdings im Vorfeld gerade für die Anwohner während der Bauphase eine Menge Beeinträchtigungen mit sich.

veröffentlicht am 16.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

Derzeit laufen die Tiefbauarbeiten, werden Rohre und Kanäle saniert oder erneuert.  Foto: sbr
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Um den Schulbusverkehr durch die Tiefbauarbeiten so wenig wie möglich zu behindern, wurde der an die Pöhlenstraße angrenzende Bereich des Busbahnhofes vorrangig in den Sommerferien angegangen. „Die Tiefbauarbeiten in diesem Bereich gestalteten sich aufwendiger, als vermutet. Dennoch arbeitet die Fachfirma aus Bad Pyrmont nach wie vor im zeitlichen Rahmen, und die Arbeiten gehen wie geplant voran“, erklärt Erster Gemeinderat Andreas Wittrock.

Während einige Anwohner die Großbaustelle vor der eigenen Haustür nutzen, um auf dem eigenen Grundstück ebenfalls größere Mengen Erde zu bewegen, haben die Gewerbetreibenden im Sanierungsbereich schon nach wenigen Wochen Bauzeit deutliche finanzielle Einbußen zu verzeichnen oder haben sich gänzlich zurückgezogen. „In allen Bauabschnitten muss unter Vollsperrung gearbeitet werden, sodass auch für den Anliefer- und Kundenverkehr die Zufahrt nicht immer möglich sein wird“, wurde Bäckermeister und Konditor Joachim Reschke im Vorfeld der Straßenbauarbeiten mitgeteilt. Für ihn waren diese Einschränkungen während der langen Bauphase mit ein Grund, warum er seine Bäckerei und Konditorei an den Reherweg verlagert hat, wie er sagt. Zwar ist der Betrieb am neuen Standort etwas kleiner, aber dennoch setzt Reschke an der belebten Bundesstraße im Gegensatz zur gesperrten Pöhlenstraße auf einen echten Standortvorteil.

Auch die Fleischerei Keese bekommt die Auswirkungen der Großbaustelle zu spüren, obwohl direkt vor dem Laden weder gebuddelt noch gebaggert wird. „Viele unserer Kunden haben in der Pöhlenstraße geparkt, um bei uns einzukaufen. Diese Möglichkeit besteht zurzeit nicht, und so haben wir einen deutlichen Kundenrückgang seit Beginn der Bauarbeiten zu verzeichnen“, erklärt Birgit Keese. An Rückzug denkt sie aber nicht, schließlich wird der Partyservice vom Hauptgeschäft am Wall aus bedient, wie sie erklärt. Und für die Fleischerei-Kunden besteht seit längerem bereits am Reherweg die Möglichkeit, sich mit frischen Fleisch- und Wurstwaren der Fleischerei Keese einzudecken. „Dort stehen auch jede Menge Parkplätze zur Verfügung“, betont Birgit Keese. Karl-Heinz Frevert von der gleichnamigen Tischlerei und Messebaufirma setzt auf Absprachen zwischen seinen Lieferanten und der Baufirma. „Bisher hat das alles reibungslos geklappt, und so wird es auch hoffentlich in Zukunft bleiben“, so Karl-Heinz Frevert optimistisch.

Wenn es nach dem Willen der Kinder im Kindergarten an der Pöhlenstraße ginge, könnten sich die Bauarbeiten noch Ewigkeiten hinziehen. Unermüdlich beobachten die Jungen und Mädchen mit Begeisterung die Baufahrzeuge und Arbeiten direkt am Kindergartengelände.



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