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Baumstamm im Innern faul

Keine Rettung für die Domänenlinde

Aerzen. Neben den riesigen alten Eichen, Linden und Kastanien, die dem Eingang zum Gelände der Aerzener Domänenburg etwas Majestätisches verleihen, gehörte bis vor Kurzem auch eine einzelne Linde zwischen der Schule im Hummetal und der Hummetal-Sporthalle zum alten Baumbestand des ehemaligen Domänengeländes. Einst markierte diese Domänenlinde die Grenze zwischen dem mit Wirtschaftsgebäuden, Stallungen und Scheunen bebauten Domänenhof, auf dem das heutige Schulzentrum errichtet wurde, und den ebenfalls zur Aerzener Domäne gehörenden angrenzenden Wiesen, die nach Auflösung der Domäne mit der Hummetal-Sporthalle, den Schwimmbädern und dem Stadion bebaut wurden.

veröffentlicht am 05.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Jetzt allerdings musste die alte Linde gefällt werden, nachdem ein großer Ast, den die Fäule über Jahre im Inneren völlig ausgehöhlt hatte, aus der Krone herausgebrochen war. „Die Gefahr, die von einem herunterstürzenden Ast mit teilweise fast einem halben Meter Durchmesser und mehreren Metern Länge ausgeht, ist nicht zu unterschätzen“, sagt Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock. Die sofort veranlasste Prüfung der Standsicherheit des Baumes ergab, dass sich auch im Inneren des mächtigen Lindenstamms der Fäulnisbefall in massiver Form fortsetzte und ein Erhalt des mehrere hundert Jahre alten Baumes nicht mehr möglich war.

Der Flecken Aerzen lässt den Baumbestand im gesamten Gemeindegebiet regelmäßig unter dem Gesichtspunkt der Standsicherheit und möglicher Gefahrenquellen für Leib und Leben, die vom Geäst ausgehen, überprüfen, wie Wittrock weiter mitteilt. Die Bäume werden von Fachleuten in Augenschein genommen und, sollten Schäden festgestellt werden, wenn möglich aufwendig saniert. Auch an der alten Domänenlinde wurden in den vergangenen Jahren immer wieder pflegerische Maßnahmen durchgeführt, der massive Fäulnisbefall konnte sich dennoch von außen unbemerkt im Inneren des mächtigen Baumes ausbreiten. Da es keine Rettung für den Baumriesen mehr gab, musste er gefällt werden. „Die Sicherheit für Menschen und Gebäude hat oberste Priorität“, erklärt der Gemeinderat.

Da der imposante Solitärbaum auch für das gesamte Ortsbild einen besonderen historischen Wert hatte, bedauert der Erste Gemeinderat die unumgängliche Maßnahme besonders. Bis zum Herbst soll über eine Nachpflanzung entschieden werden, allerdings muss vorher erst noch der mächtige Baumstumpf entfernt werden.

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