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Feuerwehr rückte erneut aus

Keine Giftspinne: Insekt entpuppt sich als Falter

KIRCHOHSEN. Entwarnung in Emmerthal – eine gefährliche Spinne wurde nicht mit einer Bananenlieferung an die Weser gebracht. Bei einem Samstag eingefangenen Insekt handelt es sich lediglich um einen ungefährlichen Falter, teilte der Landkreis Hameln-Pyrmont am Montag mit.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 16:53 Uhr

Dieses Insekt sorgte am Wochenende für Wirbel in Emmerthal, es saß in einem an einer Banane klebenden Kokon. Foto: Feuerwehr
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Die Fachleute unseres Veterinärbereiches sind sich einig, dass es sich bei dem tierischen Fund an der Banane nicht um eine Spinne handelt. Aufgrund der Fühler und des länglichen Kokons handelt es sich um ein anderes Insekt“, sagte eine Sprecherin. Die Experten im Kreishaus gehen von einem Schmetterling – Lepidoptera – aus, der sich an den Bananen verpuppt hat. „Da die Fühler bereit deutlich zu sehen sind, wird das Tier jetzt wahrscheinlich schon geschlüpft oder verendet sein“, hieß es von den Veterinären.

Eine Emmerthalerin rief am Samstagabend nach der Feuerwehr , nachdem sie einen Kokon, aus dem Körperteile eines Insekts herausragten, entdeckt hatte. Sie hatte Angst, eine giftige Bananenspinne in der Wohnung zu haben. Ein Feuerwehrtrupp (wir berichteten) nahm das Tier an sich. Später kristallisierte sich heraus, dass es offenbar um einen Falter handeln sollte.

Am Sonntagnachmittag steuerte erneut ein Löschwagen das Wohnhaus der Frau an. Sie hatte eine Spinne entdeckt und wollte von den Brandschützern wissen, ob es sich diesmal um eine giftige Spinne handeln könnte. Die Entwarnung kam schnell: Eine ungefährliche und heimische Winkelspinne hatte sich ins Haus gemogelt. „Generell ist es so, dass Schmetterlinge häufiger mit Lebensmitteln eingeschleppt werden, als Spinnen. Bei uns gehen relativ selten Anfragen ein, die sich eingeschleppten Gliedertieren auf Bananen befassen“, sagt Britta Oltmann vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Machen Verbraucher einen ähnlichen Fund wie die Emmerthalerin, sollten sie am besten Ruhe bewahren und die verdächtige Banane in einen Gefrierbeutel verpacken und für mindestens 24 Stunden einfrieren, so Oltmann. „Das sollten Gliedertiere aus wärmeren Regionen nicht überleben. Anschließend können sie sich zur weiteren Bestimmung an die Lebensmittel überwachenden Behörden enden, meint die Mitarbeiterin des Landesamtes.



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