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Ortsumgehung aktuell nicht geplant

Keine Chance für schnelle Lösung

GROSS BERKEL. Das Thema „Ortsumgehung – wo und wann“ beschäftigt die Bürger in Groß Berkel. Allerdings machte Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner im Rahmen der jüngsten Ortsratssitzung der Bevölkerung keine Hoffnung auf eine schnelle Lösung.

veröffentlicht am 19.05.2017 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 19.05.2017 um 15:40 Uhr

Eines der zahlreichen Plakate der Interessengemeinschaft Pro Ortsumgehung Groß Berkel. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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„Konkrete Planungen in Bezug auf die Ortsumgehungen sowohl für Groß Berkel als auch für Reher sind zurzeit kein Thema. Bezüglich des Verlaufes gibt es bisher lediglich eine Linienbestimmung“, erklärte Bürgermeister Bernhard Wagner.

Der Bundesverkehrswegeplan sieht für beide Abschnitte im Verlauf der Bundesstraße 1 weiteren Bedarf mit Planungsrecht vor. „Wir bleiben dran, aber das Ganze wird dauern“, so Bernhard Wagner. Und der Bürgermeister hofft, dass sich die Bürger vor Ort in 20 bis 25 Jahren einig sind, ob eine Umgehungsstraße von ihnen gewünscht wird, und wenn ja, wo sie letztendlich entlang geführt werden soll.

In Groß Berkel hat es in der Vergangenheit bereits Bürgerinitiativen sowohl gegen eine Nord- als auch gegen die Südumgehung gegeben. Aktuell haben sich die Bürger des Hummeortes zu einer Initiative zusammengeschlossen, die sich dafür aussprechen, dass die Bundesstraße auf jeden Fall am Ort vorbei geführt werden sollte.

Hintergrund für die Gründung der jüngsten Bürgerinitiative war der einstimmige Beschluss des Ortsrates Groß Berkel, von der Planung einer Ortsumfahrung generell Abstand zu nehmen.

Entlang der Ortsdurchfahrt weisen nun zahlreiche Plakate darauf hin, dass mit 17 000 Fahrzeugen täglich, die Groß Berkel über die Bundesstraße passieren, der Zeitpunkt für die Realisierung einer Ortsumgehung gekommen sei.

Wer ganz genau hinschaut, sieht aber auch ein anderes Plakat. Dessen Aussage: „Ortsumgehung Groß Berkel – Nein danke! Investiert das Geld lieber in unsere Kinder und Schulen! Lasst unser Dorf nicht sterben!“

Bei einem Verkehrsaufkommen von 17 000 Fahrzeugen täglich ist das Abbiegen aus einer Seitenstraße auf die Bundesstraße in Groß Berkel kein Kinderspiel. „In den Stoßzeiten besteht kaum die Möglichkeit, sich aus einer der viel befahrenen Nebenstraßen wie der Dorfstraße oder dem Dibbetweg in den auf der Bundesstraße fließenden Verkehr einzufädeln“, erläutert Heide Schraps (SPD).

Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Groß Berkeler Ortsrat plädiert aus diesem Grund für die Installation von Lichtzeichenanlagen, um eine Entschärfung der Situation an den besonders frequentierten Einmündungen zu erreichen.

Beim Flecken Aerzen ist die Problematik bekannt und man sei auf der Suche nach einer vernünftigen Lösung bereits in Gesprächen mit den zuständigen Stellen, wie Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner sagt. Allerdings machte er auch deutlich, dass das Problem an sämtlichen Seitenstraßen auftritt und nicht jede Einmündung mit einer Ampel ausgestattet werden könne.

Außerdem müssen bestimmte Abstände zu den Fußgängerampeln an den Bushaltestellen eingehalten werden, kann er aus den in die Wege geleiteten Prüf- und Bewertungsvorgängen berichten.

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