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Arbeit des Bauhofes stößt auf Kritik

Kahlschlag oder Rückschnitt?

AERZEN. Jürgen Kockel traute seinen Augen nicht, als er die Mitarbeiter des Bauhofes in der Nachbarstraße sah, die zur Säge griffen. Innerhalb kurzer Zeit war die im Sommer üppig begrünte Böschung am Hohlen Weg freigelegt. „Hier standen einmal Büsche und Sträucher“, meint der Aerzener.

veröffentlicht am 28.02.2017 um 13:02 Uhr

„Hier standen einmal Büsche und Sträucher“: Jürgen Kockel hielt die gerodete Böschung im Bild fest.
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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„Lebensraum und Unterschlupf für Vögel und Kleintiere.“ Wie auch in anderen Bereichen der Gemeinde, beispielsweise am DRK-Seniorenstift, schnitten die Beschäftigten des Bauhofes Gehölze und Büsche großzügig zurück. Für Bürgermeister Bernhard Wagner ganz normal, wie er seine Mitarbeiter verteidigt. In unregelmäßigen Abständen müsse ein Pflegeschnitt sein, teilweise würden in den Wintermonaten die Gehölze „auf den Stock gesetzt“, wie dieser Vorgang bei den Experten genannt wird. Triebe würden dann aus dem Stamm neu austreiben. An der Böschung hätten überwiegend Haselnuss-Gehölze gestanden. Wagner: „Die wachsen wieder.“ Zwar sind die Arbeiten nicht so ins Auge fallend wie etwa der im Auftrag der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jüngst erfolgte und heftig kritisierte Rückschnitt entlang der Straßen am Grießemer Berg oder bei Thal. Dennoch bezeichnet Kockel auch den Kahlschlag in seiner Nachbarschaft als Frevel, den er für unverantwortlich hält. „Kein Wunder, dass die Vögel wegbleiben“, meint er. Zumindest dürfte die Arbeit des Bauhofes jetzt getan sein: Vom heutigen 1. März bis zum 30. September ist es außerhalb des Waldes verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder bis auf den Wurzelstock abzusägen.



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