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Achim Schwekendiek lockt internationale Genießer ins Weserbergland

Junger Wilder feiert Sternejubiläum

veröffentlicht am 15.09.2016 um 12:02 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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Autor:

Andrea Gerstenberger
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Denn der gebürtige Hamelner ist in Groß Berkel aufgewachsen und hat sein Handwerk im Pyrmonter Hotel Bergkurpark gelernt.

Ganz so jung ist der 51-Jährige nicht mehr, aber der Anspruch und das Motto der neuen Generation deutscher Starköche, die „Jungen Wilden“, das Handwerk perfekt beherrschen und mit Kreativität überraschen, ist auch noch heute der Grund dafür, dass er zu den erfolgreichsten Köchen der Republik gehört. Anfang September feierte er mit prominenten Kollegen, der von ihm 1997 mitgegründeten „Jungen Wilden“, sein 20-jähriges Wirken als Sternekoch. Gekocht haben auf Schloss Schwöbber zu diesem Anlass so bekannte Namen wie Fernsehkoch Frank Buchholz sowie die Berliner Sterneköche Markus Semmler und Alexander Dressel, Weggefährten von Achim Schwekendiek.

Die Weserbergländer scheint das hohe kulinarische Niveau vor der Haustür aber wirklich nicht sonderlich zu beeindrucken. „Unsere Gäste sind zu über 95 Prozent nicht aus der Region.“, so Schwekendiek. Wer sich von ihm und seiner Mannschaft im Gourmetrestaurant verwöhnen lässt, darüber plaudert er natürlich nicht, aber das sie aus der ganzen Welt kommen, in gepanzerten Limousinen vorfahren und der Hubschrauberlandeplatz am Schlossteich rege genutzt wird, dass bekommen auch die Aerzener mit. „Wir leben davon, dass überregional von uns berichtet wird, wenn ein Bundespräsident hier heiratet oder Weltklasse Fußballer hier wohnen.“ Und natürlich von seinen Auszeichnungen, wie den 17 Gault Millau Punkten und dem Michelin Stern, den er sich vor 20 Jahren im Hotel Hohenhaus in Herleshausen erkocht und 2005 ins Weserbergland geholt hat. Ihn jedes Jahr aufs Neue zuerkannt zu bekommen, erfordert die hohe handwerkliche Perfektion und die Kreativität, die Achim Schwekendiek seit jeher antreibt. Umgesetzt wird sie dagegen auch mit Produkten aus der Region. „Alles was wir an Gemüse verarbeiten, kommt vom Marienhof in Esperde.“ Und auch die Fischzucht von Harald Pohl aus Reinerbeck zählt zu seinen Lieferanten. Aber natürlich finden sich auf der Karte auch Beef aus Übersee und Meeresfische aus dem Atlantik, die fangfrisch nach Schwöbber geliefert werden. „Nur mit regionalen Produkten zu kochen, ist für meine Gäste keine Alternative“, weiß Achim Schwekendiek. „Das Extravagante wird neben der Kreativität in der Kombination und der aufwendigen Zubereitung bei uns erwartet.“ Und so bekochen fünf Köche maximal 20 bis 30 Gäste am Abend. Das Menü mit zwölf Gängen wechselt zwei bis dreimal die Woche. „Einen Gang anzurichten, das sind bei uns schon oft 10 bis 15 Handgriffe pro Teller, bis er raus zum Gast geht.“

Ob er noch Ziele hat, noch mal aus der Provinz in die weite Welt ziehen möchte? Achim Schwekendiek, der seinen Weg zurück in Weserbergland über solche prominente Stationen wie das Hôtel de Crillon in Paris und das Tantris in München gefunden hat, schüttelt den Kopf. „Wenn man einmal Küchenchef ist, muss man seine Ziele selbst finden. Ich fühle mich von dem, was ich mache, sehr gut aufgehoben hier.“ Und der Sportbegeisterte genießt seine Heimat, ist fast täglich mit dem Rennrad unterwegs und entdeckt immer wieder die Schönheit der Landschaft neu. Warum also in die Ferne schweifen.



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