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Mira Schleicher und Sascha Schröder engagieren sich ehrenamtlich / Längere Öffnungszeiten

Junge Betreuer helfen im Jugendraum

Aerzen (sbr). „Hip-Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musik- oder Tanzrichtung, sondern gleichzeitig eine ganze Jugendkultur“, erklärt Mira „Mimi“ Schleicher. Sie muss es wissen, denn was das Hip-Hop-Tanzen angeht, ist sie fast so etwas, wie ein Profi. Zwei Jahre lang hat sie Hip-Hop in einer Gruppe in der Tanzschule Nickel in Hameln getanzt und dabei auch eigene Choreografien entwickelt. Nun möchte die 16-Jährige im Aerzener Jugendraum ihre persönliche Freude an diesem besonderen Lebensgefühl weitergeben.

veröffentlicht am 01.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:41 Uhr

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„Damit rennt sie sozusagen offene Türen ein. Gerade die Mädchen sind ganz wild auf Hip-Hop-Tanzstunden mit Mimi“, sagt Aerzens Jugendpflegerin Nicole Lubetzky. Das brachte sie auf eine Idee: Speziell für die Mädchen wird vom 10. Februar bis zum Beginn der Osterferien ein Hip-Hop-Tanzkurs angeboten. Jeden Freitag von 16.30 bis 17.30 Uhr heißt es dann im Twin-Fit an der Königsförder Straße „Let’s dance“. „Um beim achtwöchigen Hip-Hop-Tanzkurs mitzumachen, braucht man lediglich Spaß und Hallensportschuhe. Eine Anmeldung ist nicht nötig“, sagt die Vikilu-Schülerin, die bei dem neuen Freizeitangebot des Jugendraums von Kristina Dill unterstützt wird.

Durch Flyer war sie auf das Freizeitangebot im Aerzener Jugendraum aufmerksam geworden und hat sich innerhalb von etwa zwei Jahren von einer Jugendraum-Besucherin zur Betreuerin entwickelt. Nach einem sozialpädagogischen Schülerpraktikum steht für Mimi fest, dass sie unbedingt auch beruflich in die Sozialarbeit gehen möchte. Ihr Traumjob wäre Streetworkerin. In den Osterferien steht für die Schülerin aber erst einmal die Jugendleiter-Card- Ausbildung (Juleica) auf dem Programm, um dann voll in die Betreuung von Jugendgruppen einsteigen zu können. „Es ist toll, noch jemanden speziell für die Mädels im Jugendraum zu haben. Da gibt es immer etwas zu bequatschen und Mimi ist als Ansprechpartnerin sehr begehrt“, weiß Nicole Lubetzky.

Während sich die Mädchen mit all ihrem Kummer und ihren Sorgen gern vertrauensvoll an Mimi wenden, hat für die Jungen Sascha Schröder stets ein offenes Ohr. Der ausgebildete Sozialassistent macht zurzeit an der Elisabeth-Selbert-Schule sein sozialpädagogisches Fachabitur. Sein Ziel ist es, demnächst Sozialpädagogik zu studieren. „Das Studium eröffnet vielseitige Berufsmöglichkeiten“, weiß der 22-Jährige. Seit er von einem Resozialisierungsprojekt für ehemalige Strafgefangene auf einem Segelschiff gehört hat, kann er sich vorstellen, ähnlich tätig zu werden. Auch Sascha engagiert sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich in der Jugendarbeit in Aerzen. „Ein Aushang hat mich neugierig gemacht auf die Aktivitäten im Jugendraum. Dann bin ich einmal hingegangen, und die haben mich hier einfach nicht mehr gehen lassen“, erzählt Sascha mit einem Grinsen. Ob Männergespräche oder Fachsimpeleien zum Thema Fußball – er ist immer der richtige Ansprechpartner für die Jugendlichen.

Während die Mädchen tanzen, widmen sich die Jungen unter der Regie von Sascha in diesem Frühjahr der Umgestaltung des Jugendraums. „Das ist für die Jungen eine gute Gelegenheit, ihre ganz persönlichen handwerklichen Fertigkeiten zu erproben“, sagt Nicole Lubetzky. „Da sprechen die Frauen immer von Emanzipation…“, kann sich Sascha den Einwand nicht verkneifen, aber sein Bautrupp steht bereits in den Startlöchern und möchte sich auf gar keinen Fall von einer Diskussion über geschlechterspezifische Aufgabenverteilung aufhalten lassen.

Für die ehrenamtliche Unterstützung durch die beiden Jugendlichen ist Lubetzky sehr dankbar. „Es ist klasse, wenn man seine eigene Begeisterung für die Sozialpädagogik an junge Leute weitergeben kann“, sagt sie ein bisschen stolz. Dank des Engagements der ehrenamtlichen Betreuer war es möglich, die Öffnungszeiten des Aerzener Jugendraums weiter auszudehnen.

Der Jugendraum in der Aerzener Domänenburg kann montags, donnerstags und freitags von 16 Uhr bis 20 Uhr, mittwochs von 17 Uhr bis 20 Uhr und einmal im Monat auch samstags besucht werden.



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