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In Amelgatzen stehen die neuen Verkehrsschilder / Neuigkeiten zum Modellprojekt „Tempo 30“

Jetzt gilt Tempo 50!

AMELGATZEN. Wer genau hingeschaut hat, hat es bestimmt schon bemerkt: Die neuen Verkehrsschilder sind da! In Amelgatzen gilt jetzt im Bereich der Gellerser Straße zwischen dem Schlesierweg und dem Birkenweg Tempo 50. Das hatte Ortsbürgermeister Helmut Brinkmann bereits im Juni verkünden können, nachdem er die mündliche Zusage von Seiten der Verkehrskommission bekommen hatte.

veröffentlicht am 13.10.2017 um 15:02 Uhr

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Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Damals hieß es noch: Die neuen Schilder und die damit verbundene Geschwindigkeitsbegrenzung werden im Juli eingerichtet. „Ende August habe ich erst vom Landkreis Bescheid bekommen, dass die Schilder aufgestellt werden“, so Brinkmann. Bis die Schilder nun endlich standen, habe es aber noch einmal gut sechs Wochen gedauert. „Dass zwischen der Verkehrsbesprechung und der verkehrsbehördlichen Anordnung und somit auch der praktischen Umsetzung durch die Straßenmeisterei in diesem Fall ein etwas längerer Zeitraum gelegen hat, erklärt sich neben der dazwischen liegenden Ferien- und Urlaubszeit zudem daraus, dass noch weitere verkehrsbehördliche Anordnungen zu erteilen und auch andere Aufgaben zu bearbeiten sind“, erklärt Sandra Lummitsch, Sprecherin der Landkreises. Da keine Gefahrenlage bestand, sei die Maßnahme in Amelgatzen nicht allzu dringlich gewesen.

Der Ortsbürgermeister ist aber sehr froh, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 70 auf Tempo 50 nun endlich vollzogen wurde. „Ich hätte mir ja lieber eine geschlossene Ortschaft gewünscht“, kommentiert er. Der optische Hinweis auf eine geschlossene Ortschaft sei höherwertiger; zu schnell fahrende Fahrzeuge werden im Falle eines Verstoßes höher bestraft. Brinkmann ist der Ansicht, dass ein Ortsschild die Verkehrsteilnehmer auch für Fußgänger besser sensibilisieren würde. Ein Tempo-50-Schild, das ja auch mal vor Kurven aufgestellt werde, werde anders wahrgenommen – gerade, wenn an gleicher Stelle vorher ein Tempo-70-Schild stand. „Das geht mir ja selber so“, gesteht er und hofft nun, dass alle Autofahrer, die auf der Kreisstraße 37 durch Amelgatzen fahren, dieses nun mit Tempo 50 tun. Anlass für den Ortsrat, die Geschwindigkeitsbegrenzung zu fordern, waren folgende Aspekte: Der Verkehr sollte sicherer werden, weil Fußgänger wegen einer beidseitigen Wohnbebauung und einer Bushaltestelle die Straße überqueren müssen. Zudem biegen Fahrzeuge zu den Grundstücken ab und müssen auf der Straße halten. Ein weiterer Grund für die geforderte Geschwindigkeitsreduzierung war die nachweisbare Reduzierung von Lärm.

In der Gemeinde Emmerthal ist übrigens auch das Thema „Tempo 30“ aktuell. Für die Teilnahme am gleichnamigen Modellprojekt können sich Kommunen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr anmelden – mit welchem Bereich Emmerthal ins Rennen geht, wollte Elmar Günzel, Erster Gemeinderat, noch nicht verraten. „Es wird in Kürze eine Vorlage dazu geben.“

Bei dem Modellversuch mit einer Laufzeit von drei Jahren sollen Daten über die Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss gesammelt und ausgewertet werden. Die Teilnahme ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden; von den Kommunen wird eine aktive Mitarbeit an dem Projekt erwartet.

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