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„New Orleans Jazz Band of Cologne“, unter neuem Namen, bereits zum zwölften Mal in Aerzen auf der Bühne

Jazz in der Domänenburg

AERZEN. Im 25. Jahr der Reihe „Kultur in der Domänenburg“ durften sie nicht fehlen: In traditioneller 7-Mann-Besetzung und in altem New-Orleans-Stil präsentierte sich die 1959 gegründete „Maryland Jazz Band of Cologne“ unter ihrem neuem Namen „New Orleans Jazz Band of Cologne“ und entsprach damit dem Wunsch ihres im September 2015 verstorbenen Bandleaders Gerhard „Doggy“ Hund.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 15:40 Uhr

Lebensfrohe Südstaatenatmosphäre brachte die New Orleans Jazz Band of Cologne nach Aerzen. Foto: kkü
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Karin Küster Reporterin

Mit der Verpflichtung dieser Band hatte Organisator Heiko Bossog wieder einmal ins Schwarze getroffen. Das Konzert war ausverkauft und die Band – schon zum zwölften Male in Aerzen auf der Bühne – erfüllte die Erwartungen. Die Jazzmusiker lieferten ein sattes Programm von fast 3½ Stunden (von zwei kurzen Pausen unterbrochen) traditionellem Jazz, wie er wahrscheinlich in den 1920er und 1930er Jahren in den Clubs und auf den Straßen von New Orleans zu hören war. Lebensfrohe Südstaatenatmosphäre erfüllte den Saal. Da fühlte sich jeder Fuß eingeladen, im Takt mitzuwippen. Zwischendurch auch ein paar langsame Stücke wie „It’s Me, oh Lord“ und „Indian Summer“. Die Musiker boten ein perfektes Zusammenspiel.

Auch das Publikum trug mit reichlich Zwischenapplaus – vom ersten Stück an – zu einer tollen Konzertatmosphäre bei. „Es ist einfach spitzenmäßig!“, fand Ina Nowak aus Klein Berkel und fügte hinzu: „Musiker, die mit so viel Herzblut dabei sind. Der Klarinettist ist einfach super!“

An den Melodieinstrumenten warfen sich Bruno van Acoleyen (Trompete und Gesang), John Deffarary (Klarinette und Gesang) und Bart Brouwer (Posaune) routiniert die musikalischen Spielbälle zu, an den Rhythmusinstrumenten glänzten Hans-Martin „Büli“ Schöning (Banjo, Gitarre), Georg „Schroeder“ Derks (Piano), Markus „Benny“ Daniels (Kontrabass) und Reinhard Küpper (Schlagzeug). Daniels stellte bei „First Joice“ seine Solistenqualität am Kontrabass unter Beweis und erntete begeisterten Applaus. Mit John Defferary (geboren 1941) war ein sehr erfahrener, hochklassiger Klarinettist zu hören, der von 1998 bis 2006 der berühmten „Chris Barber Band“ angehörte.

In einer Konzertpause verriet der Perfektionist, täglich zwei bis drei Stunden Klarinette zu üben, um sein hohes Niveau zu halten und erklärte: „Ich muss trainieren wie ein Sportler!“



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