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Niedrige Temperaturen halten viele Beschicker ab / Nur fünf Stände

Jahrmarkt im Winter: „Hoffentlich friert mir der Senf nicht ein“

Aerzen (sbr). Strahlend blauer Himmel, aber bitterkalte minus fünf Grad und dazu der Wind von Osten, der die Temperaturen noch eisiger erscheinen ließ, machte den Aufenthalt auf dem Aerzener Jahrmarkt in diesem Jahr nicht unbedingt zu einem Vergnügen und stellte die Beschicker vor einige Probleme. Am Stand des Fördervereins der Aerzener Handballfreunde beispielsweise gab es nur Pommes mit Ketchup, der in einem Topf auf dem Grill neben den Bratwürstchen warm gehalten wurde.

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:41 Uhr

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„Die Mayonnaise ist in der Flasche gefroren, genau wie das Weißbrot, dass wir nur tiefgekühlt servieren können“, berichtet Petra Scheel und wärmt sich die kalten Finger über der glühenden Holzkohle des Grills. Den ersten Ansturm hungriger Kunden hatten die Förderer der Handballfreunde bereits zu Beginn des Marktes um kurz nach 12 Uhr abgearbeitet. Wenn die Aerzener Maschinenfabrik und das Rathaus Mittagspause haben, herrschte trotz empfindlicher Minustemperaturen an der Jahrmarktgrillbude Hochbetrieb. „Auch ein paar Schüler haben schon den Weg zu uns gefunden. Ob da am Nachmittag noch was kommt, bleibt abzuwarten.“

Andrea Gordon setzt in Sachen Bekleidung auf das Zwiebelprinzip. Sie hat sich den Temperaturen entsprechend vielschichtig gekleidet und trotzt dem Ostwind an ihrem offenen Stand, an dem sie unter anderem selbst gestrickte Schals, Mützen und Socken anbietet. „Die Thermounterhose ist heute Pflicht“, sagt die Groß Berkelerin. Dazu hat sie zusätzlich ein zweites Paar selbst gestrickter Socken angezogen, bevor sie in ihre Moon-Boots gestiegen ist. So ausgerüstet erinnert Andrea Gordon ein wenig an das berühmte Michelin-Männchen. „Eigentlich ist es doch schön. Da haben wir schon viel schlimmeres Wetter an Jahrmarkttagen gehabt“, sagt sie.Mit Tee halten sich Birgit Jäger und Doris Neumann von innen warm. „Hoffentlich friert mir der Senf nicht ein“, bangt Birgit Jäger um ihr selbst gemachtes Angebot in vielen Geschmacksrichtungen. Die Chutneys hat die Gehrdenerin vorsichtshalber gleich zu Hause gelassen, damit es den Köstlichkeiten in den Gläsern nicht genauso ergeht, wie dem Inhalt ihrer Wasserflasche, der ist nämlich bereits gefroren.

Viele Beschicker haben wetterbedingt absagen. Nur fünf Ständen sind beim diesjährigen Winterjahrmarkt aufgebaut.

Andrea Gordon setzt auf das Zwiebelprinzip, um an ihrem offenen Jahrmarktstand nicht völlig auszukühlen.

Foto: sbr

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