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Amelgatzen befürwortet Modellversuch in Hämelschenburg

Ja zu Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt

HÄMELSCHENBURG/AMELGATZEN. Soll sich die Gemeinde Emmerthal für die Ortsdurchfahrt Hämelschenburg im Zuge der Landesstraße 431 um die Teilnahme am „Modellversuch Tempo 30“ bewerben? Die von Emmerthals Erstem Gemeinderat Elmar Günzel gewünschte Zustimmung wurde von den Mitgliedern des Ortsrats Amelgatzen einhellig und nur zu gern gewährt.

veröffentlicht am 08.11.2017 um 18:33 Uhr

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt von Hämelschenburg könnte sich die Gemeinde Emmerthal für den „Modellversuch Tempo 30“ bewerben. Foto: dana
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Burkhard Reimer Reporter
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„Denn schließlich“, führte Ortsbürgermeister Helmut Brinkmann aus, „beschäftigt uns das Thema bereits seit dem Jahre 2012“.

Dieser landesweite Modellversuch sieht eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde auch auf Hauptverkehrsstraßen vor. Erreicht werden sollen dadurch neben erhöhter Sicherheit auch die Verringerung von Abgas-sowie Lärmemission.

Voraussetzung dafür, in das Programm aufgenommen zu werden, ist eine Verkehrsbelastung von mindestens 5000 Kraftfahrzeugen pro Tag. Sie wird im Falle der Ortsdurchfahrt Hämelschenburg mehr als erfüllt.

Für die Mitglieder des Ortsrats Amelgatzen geht es bei dem Wunsch nach einem Tempolimit verständlicherweise vornehmlich darum, dass die stark frequentierte Landesstraße 431 in Höhe der Hämelschenburg leichter und sicherer von Fußgängern überquert werden kann. Immerhin sind das Schloss, ein Paradebeispiel für die Baukunst der Weserrenaissance, und seine weitläufige Parkanlage weit ins Land hinein bekannt und ein beliebtes und häufig aufgesuchtes Ausflugsziel.

Offen blieb indes noch die Antwort auf die Frage aus dem Ortsrat, an welcher Stelle die Tempo-30-Zone beginnen und wo sie enden solle. Elmar Günzel erklärte dazu, die Zone werde selbstverständlich „den Bereich der Hämelschenburg selbst und sicherlich auch noch jeweils eine Strecke zu beiden Seiten einschließen“. Wo genau der Beginn und das Ende liegen würden, müsse „aber noch im Detail geklärt werden“.

Ebenso wie die Ortsdurchfahrt Hämelschenburg, gehört auf Emmerthaler Gemeindegebiet übrigens auch noch die Ortsdurchfahrt Grohnde zu den Aspiranten des Modellversuchs. Auch dort, auf der Bundesstraße 83, wird die 5000er-Grenze deutlich überschritten, auch sie soll, wie Elmar Günzel erklärte, in die Bewerbung aufgenommen werden.

Information

Auch Thema im Ortsrat Börry

Für erheblichen Unmut im Ortsrat Börry sorgte der Modellversuch, an Hauptstraßen Tempo 30 einzuführen. Nach Angaben aus der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Hameln kann erst ab einem Aufkommen von 5000 Fahrzeugen pro Tag Tempo 30 eingeführt werden. Die Landesstraße L 424 von Hameln nach Halle erfüllt mit 3800 Fahrzeugen diese Bedingung nicht. Das stieß bei der Ortsratssitzung auf Unmut. In der Gemeinde erfüllen die Schlossstraße in Hämelschenburg und die Bundesstraße 83 in Grohnde diese Bedingung. „Das ist unbegreiflich“, so Ortsbürgermeister Rolf Keller, der eine Tempo- 30- Regelung in Hämelschenburg und Grohnde befürwortete. Auf die Tempo- 30- Zone in Hajen wies Andreas Lenk (CDU) hin, die auf der Fahrbahn nicht mehr zu erkennen sei und nachmarkiert werden soll. Elmar Günzel, Erster Gemeinderat, begründete dies mit dem fehlenden Personal. Daraufhin bot sich Reinhard Feyer (SPD) an, die Farbe zu spendieren und Andreas Lenk bei der Beschriftung zu unterstützen, was für Heiterkeit sorgte.

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