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Nach der Schulschließung geht es um die künftige Nutzung des Gebäudes – oder um den Verkauf

In Grohnde bahnt sich die nächste Debatte an

Grohnde (cb). Nach der monatelangen erbitterten Debatte um die Zukunft der Grundschule Grohnde bahnt sich im Weserdorf neuer Zündstoff an: Es zeichnet sich ab, dass als nächstes die Nutzung der Immobilie für Diskussionen sorgen könnte, nachdem das Aus der Schule besiegelt worden ist. Während die Vereine, die bereits jetzt teilweise die Aula nutzen, weiter auf ihr Domizil hoffen, gibt es klare Vorstellungen in der Politik auf Gemeindeebene, die mit dem Verkauf der Grundschule Geld sparen wollen.

veröffentlicht am 05.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

Zu den Sommerferien endet die Grohnder Schulgeschichte – d
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Erster Gemeinderat Elmar Günzel hatte vor Vertretern der Politik der Ortschaft Grohnde und interessierten Einwohnern hingegen zunächst mitgeteilt, dass die Verwaltung mit der Vereinsgemeinschaft einen Termin vereinbaren wolle, um über eine mögliche Nutzung der Räume zu sprechen. Er verwies darauf, dass die vergangenen Diskussionen schulgeprägt gewesen seien und nichts mit einem Verkauf des Gebäudes zu tun gehabt hätten. In einem nächsten Schritt wolle man hören, was die Vereine für Vorstellungen hätten, und dann sehen, wie es weitergehe, so Günzel im Ortsrat.

Vorsichtiger zeigte sich angesichts dieser Äußerungen Maren Stelzer-Metje, die für die CDU dem Gremium angehört, aber gleichzeitig Vorsitzende des DRK ist, das die Schulaula regelmäßig nutzt. Sie habe „immer noch den Gedanken im Hinterstübchen“, dass ein Verkauf des Gebäudes angedacht werde, meinte sie. Dazu gebe es aber keinen Beschluss, konterte Günzel, der allerdings eingestand, dass dies ein Punkt im Konsolidierungskonzept zu den Einsparungen im Haushalt gewesen sei.

Deutlicher hingegen wurde Karl-Wilhelm Steinmann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat, der zu der Sitzung nach Grohnde gekommen war. „Auch finanzielle Dinge haben eine Rolle gespielt“, stellte er klar. Er erteilte Überlegungen, das Schulgebäude für die Vereine zu nutzen, indirekt eine Absage. „Wir wissen alle, dass ein Dorfgemeinschaftshaus Kosten verursacht“, sagte Steinmann. Stattdessen solle lieber darüber nachgedacht werden, die örtliche Gaststätte, ebenfalls wichtiger Bestandteil der dörflichen Struktur, zu nutzen. Ebenfalls gekommen war der frühere CDU-Fraktionsvorsitzende Rolf Keller, der sich in der Vergangenheit für die Grohnder Grundschule eingesetzt hatte. Er empfahl dem Ortsrat, sich zusammen mit den Vereinen Gedanken zu machen, wie die Räume genutzt werden könnten und dazu möglichst „einen einstimmigen Beschluss herbeizuführen“, so Keller. Ortsbürgermeisterin Rita Bode (SPD) warb bei der Sitzung darum, „möglichst emotionslos“ in die Gespräche zu gehen. Günzel machte deutlich, dass „es sicher nicht einfach wird, so ein Gebäude an dem Standort zu verkaufen“.

Der Unterricht in Grohnde und damit die Schulgeschichte im Weserdorf endet zu den Sommerferien, nachdem der Rat im Dezember die Schließung beschlossen hatte. Seit Ende Januar liegt das Schreiben der Landesschulbehörde vor, in dem die rechtlichen Voraussetzungen für die Aufhebung der Grundschule Grohnde bestätigt werden.

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