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Kreativität und Offenheit der Kinder werden früh gefördert

In Aerzens Kitas spielt die Musik

Aerzen. Es sei ganz klar ein Erfolgsmodell, betonen alle Beteiligten, von dem alle etwas mitnehmen könnten: die Kindergärten und Grundschulen, die Erzieherinnen und Lehrer, aber ganz besonders die Kinder selbst. Die Rede ist vom Musikunterricht für Vorschulkinder, der nunmehr im zweiten Jahr in allen Aerzener Kindergärten angeboten wird – und das kostenlos. Das Angebot kommt von der Musikschule aus Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 28.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

von Friedrich-Wilhelm Thies
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„Wir machen die Musik“ heißt das Motto des Niedersächsischen Musikalisierungsprogramms, das 2009 vom damaligen Kulturminister Lutz Stratmann (CDU) gestartet worden ist. „Und bei dem wir mit der Musikschule Bad Pyrmont in der Kurstadt damals Vorreiter waren. Umso schöner, dass wir nun auch in Aerzen diesen Unterricht in den Kindergärten anbieten können und nur positive Rückmeldungen erhalten“, berichtet Musikschuldirektor Arndt Jubal Mehring. Denn es sei wichtig, die Kinder für eine musikalische Förderung möglichst früh zu erreichen. „Die Kreativität der Kinder soll geweckt werden und alle Sinne angesprochen werden. Kinder sind fasziniert von Tönen und neuen Erfahren, nehmen dies sehr schnell auf“, erklärt Angelika Kawalek von der Musikschule als Leiterin des Projekts. Behutsam werden die Kinder an die Musik herangeführt. Es geht erst mal um Rhythmus, Takt, hohe und tiefe Töne, bevor sich die Ausbildung weiter fortsetzt in Richtung Instrumente.

Alle vier Kindertagesstätten in der Gemeinde Aerzen haben den musikalischen Unterricht einmal in der Woche im Angebot, natürlich verantwortet von einer Dozentin der Musikschule Bad Pyrmont. Kawalek: „Dabei ist es uns wichtig, dass möglichst oft eine Erzieherin aus der Einrichtung mit dabei ist. Sie kann Anregungen mitnehmen oder sogar neue Eindrücke über Stärken und Schwächen ihrer Schützlinge erhalten.“ Das Angebot richtet sich an Vorschulkinder, 88 davon werden insgesamt unterrichtet. Anita Naß vom Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ kann nur Gutes berichten: „Die Kinder werden viel offener. Sie kommen summend und singend aus dem Unterricht, tragen die Lieder und Erfahrungen in die Gruppen weiter. Oft genug werden die Instrumente auch freiwillig hervorgeholt, um darauf zu spielen, was wir auch zulassen.“

Wirft man einen Blick in eine solche Unterrichtseinheit mit Dozentin Gerda Herrmann, erkennt man sehr schnell, mit wie viel Freunde und Begeisterung die Kinder dabei sind. Zunächst geht es einfach darum, einen Takt zu finden beim Klatschen oder Stampfen mit den Füßen. Erst nach und nach kommen einfache Instrumente ins Spiel. Carina, Anna, Anton und all die anderen Kinder machen aufmerksam mit, erhalten viel Lob für das Gezeigte. Immer wieder wird das Spielen an den Instrumenten aber unterbrochen durch Bewegung, bei der die Musik natürlich ebenfalls eine Rolle spielt. Der Drache „Flatterfloh“ hilft, hohe und tiefe Töne zu erkennen. Und auch ein Lied wird schon einstudiert. Mit „Hallo Kinder, seid ihr fit, tanzt mit uns den Morgen-Hit“ wollen die Musikschüler demnächst den Kindergarten auf Trab bringen.

Das Angebot endet aber nicht etwa mit dem Verlassen des Kindergartens. Es setzt sich über die Grundschulen fort, in denen auch wieder die Musikschule als Partner im Musikunterricht oder in verschiedenen Klassen-Musikzügen zur Seite steht. „In Bad Pyrmont, Aerzen und Emmerthal erreichen wir so 330 Kinder in zwölf Kindertagesstätten und acht Grundschulen“, bemerkt Mehring. Für das Angebot in den Aerzener Kindergärten kommen dabei Kosten von 14 366 Euro zusammen. Finanziert wird es zur Hälfte vom Land Niedersachsen sowie über die Landeskirche Hannover und weitere Sponsoren.

Doris Volkmar vom evangelisch-lutherischen Kirchenkreis zum finanziellen Engagement: „Uns ist, wie allen anderen Beteiligten in diesem Projekt auch, ganz wichtig, dass das Angebot alle Kinder, egal, aus welcher sozialen Schicht, kostenlos erreicht.“



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