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Pastor Bernd Dauer verabschiedet sich von der Kirchengemeinde mit sieben Dörfern im Ilsetal

In 22 Jahren hinterlässt er deutliche Spuren

Esperde/Börry (cd). Verdächtig voll war die St.-Marien-Kirche zu Esperde, so wie sonst eigentlich nur an Heiligabend. Die große Anzahl an Gemeindemitgliedern verdeutlicht bereits: Dies ist kein gewöhnlicher Gottesdienst, nein, hier geht es um mehr. Nach 22 Jahren Amtszeit im Weserbergland verlässt der 56-jährige Pastor Bernd Dauer seine Kirchengemeinde im Ilsetal, die sich nun hier von ihm verabschieden will.

veröffentlicht am 09.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:41 Uhr

Der Kirchenvorstand dankte Pastor Bernd Dauer.  Foto: cd
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1988 kam Bernd Dauer von Etelsen als Pastor in die Kirchengemeinde Heyen-Esperde und prägte sie gleich mit seiner Handschrift als „Kirche zum Mitmachen“: Hierzu gehörte beispielsweise die Neubelebung der Partnerschaft mit der Kirchengemeinde in Oberseifersdorf in Sachsen, damals noch zu Zeiten der innerdeutschen Grenze, oder der mehrere Jahre hintereinander stattfindende Besuch der „Tschernobyl-Kinder“ hier im Weserbergland zur Erholung in den Familien der Kirchengemeinden. „Ich wollte Kirche immer zum Mitmachen gestalten und dabei sowohl an Traditionellem festhalten, vor allem aber auch kirchliches Leben weiterentwickeln und gestalten“, so Dauers Berufsverständnis.

Als im Rahmen der Umstrukturierungsprozesse von Kirchenkreisen und Kirchengemeinden die Pfarrstelle in Heyen aufgelöst wurde, wechselte Dauer 1997 nach Börry. Und auch im Privaten gab es einen Neubeginn: Während er damals 1988 als alleinerziehender Vater mit zwei Söhnen nach Heyen kam, zog nun Ehefrau Heidrun gemeinsam mit ihm ins Pfarrhaus in Börry ein. Die Gemeinden im Ilsetal wurden zu der Zeit zusammengelegt, und fortan hatte Pastor Dauer sieben Dörfer und rund 1200 evangelische Christen in Börry, Esperde, Brockensen, Hajen, Frenke, Latferde und Bessinghausen zu betreuen. Er wird besonders wegen seiner „leisen Töne“ sehr wertgeschätzt: Seine begleitenden und stets treffenden Worte sowohl in Trauer als auch in Momenten großer Freude wird man hier sehr vermissen, wie es heißt. Festhalten will man in der Kirchengemeinde aber weiterhin an seiner Philosophie von der offenen, lebendigen Kirche, auch wenn die Pfarrstelle im Ilsetal bis auf Weiteres vakant bleibt. Und Bernd Dauer – was wird er vermissen? „In erster Linie die Zusammenarbeit mit vertrauten Personen und das Miteinander in der Gemeinschaft“, sagt er. „Über all die Jahre sind nicht nur die Kirchengemeinden der einzelnen Dörfer des Ilsetals zu einer Gemeinde zusammengewachsen, sondern man ist auch zusammen als Gemeinschaft im Glauben gewachsen.“

Da ist es nur treffend, dass der Kirchenvorstand ihm zum Abschied einen Baum überreicht, der zwar aus der Heimat stammt, aber neue Wurzeln an einem anderen Ort schlagen muss. Der andere Ort, das ist in seinem Fall die Heide: Am 9. Mai wird Bernd Dauer seinen Einführungsgottesdienst in der Gemeinde Wriedel im Kirchenkreis Uelzen halten.



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