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Schüler in Kirchohsen stehengelassen / Zur ersten Stunde fährt nur ein Bus direkt zum Schulzentrum Nord

Immer wieder Ärger auf Linie 520

Emmerthal. Die Linie 520 fährt von Bodenwerder bis Schulzentrum Nord in Hameln und zurück. Vor allem Emmerthaler Schüler bleiben aber oft auf der Strecke, bemängelt ein Vater. Denn: Bis der Bus dort angekommen ist, sei er manchmal bereits überfüllt und fahre einfach weiter. Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht.

veröffentlicht am 07.03.2016 um 18:32 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

Autor:

von Karen Klages
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Morgens um 7.09 Uhr in Emmerthal. An der Bushaltestelle „Kirchohsen, Berliner Straße“ warten die Schüler auf den Bus in Richtung Schulzentrum Nord in Hameln. Für diese Fahrt werden drei Busse der Linie 520 eingesetzt, die von der Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) betrieben wird. Doch nur der dritte und letzte dieser Busse fährt direkt durch bis zum Schulzentrum Nord; nehmen die Schüler einen der beiden anderen Busse, müssen sie am Bahnhof in Hameln umsteigen. Daher warten laut Lutz Schöbel aus Emmerthal viele Kinder auf den letzten dieser Busse. „Sie wollen mit dem fahren, der durchfährt“, erklärt der Vater zweier Schulkinder und zeigt Verständnis. Das aber nicht jeder Busfahrer aufbringt: „Es kommt vor, dass dieser letzte Bus vorbeifährt, weil er zu voll war“, berichtet Schöbel.

Der Bus startet bereits in Bodenwerder und sammelt neben Schülern aus der Münchhausenstadt auch die aus Hehlen, Hajen und Grohnde ein. Schöbels Kinder und auch andere Schüler habe der Busfahrer daher schon des Öfteren in Kirchohsen stehen gelassen, die anderen Busse seien dann aber schon weg gewesen. So müsse man die Kinder mit dem Auto zur ersten Stunde zum Schulzentrum Nord bringen.

Und überhaupt: Voll sei der Bus immer. Zu voll, wie Schöbels Kinder finden. „Die Schüler klagen über Kopfschmerzen, einigen ist schon schlecht geworden“, erzählt der Vater, der den Zustand, dass von drei Bussen zur ersten Stunde nur einer bis zum Schulzentrum Nord durchfährt, als „nicht tragbar“ empfindet. „Ich erwarte, dass es funktioniert, dass die Schüler sich auf alle Busse gleichermaßen aufteilen können“, so der Emmerthaler. Das gehe aber nicht, wenn nur ein Bus durchfährt.

Auch nach Schulschluss in Hameln habe es schon Probleme mit der Linie 520 gegeben. An einigen Tagen sei der Bus überpünktlich, das heißt, vor angegebener Zeit abgefahren. Auch hier blieben die Schüler stehen. Mehrere Anfragen, die Schöbel und andere Eltern an die RBB gestellt hatten, blieben erfolglos. Auch die Öffis Hameln-Pyrmont konnten Schöbel nicht weiterhelfen, da die

RBB ein eigenständiger Konzessionär sei. Die RBB verweist an den Landkreis Hameln-Pyrmont. Von denen habe man schließlich den Auftrag erhalten, die Schüler in dieser Weise zu befördern. Der Landkreis Hameln-Pyrmont als Träger der Schülerbeförderung verweist wiederum an die Öffis, die für Fahrplangestaltung, Streckenführung sowie Taktung der Busse zuständig seien. „Der Landkreis beauftragte lediglich die Öffis dahingehend, dass die zu befördernden Schüler den Unterricht zur 1. Stunde erreichen und nach der 6. beziehungsweise 8. Stunde für den Rückweg ausreichende Kapazitäten vorhanden sind“, erklärt Sprecherin Sandra Lummitsch. Das Problem ist also nicht gelöst – „und das ist nicht zufriedenstellend“, wie Schöbel meint. Irgendjemand müsse etwas unternehmen, sagt er. Aus seiner Sicht sind das die Öffis: „Denn mit denen habe ich einen Vertrag. Die bekommen unser Geld.“



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