weather-image
22°

Belastung bleibt aber unter Kreisdurchschnitt

Hundesteuer soll um 25 Prozent steigen

Emmerthal (cb). Die Besitzer von rund 900 gemeldeten Hunden in Emmerthal müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Der Steuersatz für den ersten Hund soll ab 2013 um 25 Prozent auf dann 50 Euro jährlich steigen. Allerdings, so gab Bürgermeister Andreas Grossmann im Ausschuss für Finanzen und Wirtschaftsförderung zu bedenken: Trotz der Erhöhung in Emmerthal würden einige andere Kommunen im Kreisgebiet mehr Geld verlangen.

veröffentlicht am 15.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

270_008_5825160_lkae104_1509.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Gerade einmal Mehreinnahmen von etwa 9000 Euro jährlich verspricht sich dadurch die Gemeinde, die aktuell im Haushalt ein Defizit von 1,75 Millionen Euro erwartet. Doch von der Kommunalaufsicht sei sie darauf hingewiesen worden, weitere „Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen“, begründete Grossmann. Ohnehin war die Hundesteuer eine der Möglichkeiten, die bereits im Konsolidierungskonzept genannt worden war. „Im Vergleich zu den anderen Kommunen liegen wir im unteren Bereich – das können wir uns nicht mehr leisten“, sagte der Bürgermeister in dem Ausschuss, in dem es keine weitere Diskussion zu dem Thema gab.

Im Kreisgebiet reichen die Steuern für den ersten Hund beispielsweise aktuell ebenfalls von 50 Euro in Aerzen und Salzhemmendorf bis zu 100 Euro in Bad Münder. Die weitere Staffelung in Emmerthal sieht vor, dass für den zweiten Hund eines Besitzers künftig 90 Euro (plus 12,5 Prozent), für jedes weitere Tier 130 Euro (plus 8,33 Prozent) jährlich fällig sind. Die Verwaltung rechnet vor, dass die neuen Steuersätze eine monatliche Mehrbelastung von gerade einmal 83 Cent pro Halter und Tier ausmachen. Die Hundesteuer gehört zu den wenigen Einnahmequellen, über die eine Kommune selbst entscheiden kann. Über weitere Belastungen für die Einwohner ab dem nächsten Jahr wird in den kommenden Wochen beraten. Zur Debatte stehen beispielsweise höhere Gebühren für die Kindertagesstätten und das Hallenbad.

Einmal mehr machten die Beratungen auch beim Nachtragshaushalt 2012 deutlich, wie angespannt die Finanzlage bleibt. Jedoch gaben vor allem Abschreibungen und vergleichbare haushaltstechnische Regularien den Ausschlag, dass zwischen Einnahmen und Ausgaben eine Lücke von nun 1,75 statt wie ursprünglich geplant 1,6 Millionen Euro klafft. Dabei bleibt der Ansatz für die Gewerbesteuer unverändert. Während der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer steigt, sinkt dieser bei der Umsatzsteuer, wobei sich trotzdem noch ein Plus von 200 000 Euro ergibt. Während Tanja Lenfert vom Fachbereich Finanzen im Wesentlichen Anpassungen im Zahlenwerk erläuterte, sind es vor allem einige Punkte, die aus haushaltstechnischen Gründen notwendig sind. Dazu gehören laut Bürgermeister Grossmann vor allem die Pläne, die Grundschule Kirchohsen zum 1. August 2013 als Schwerpunkt Inklusion herzurichten. Kosten stehen allerdings noch nicht fest, da der Architekt erst mit den Planungen für die baulichen Veränderungen beauftragt worden ist. Neu eingestellt wurden außerdem die ersten Planungsarbeiten für das Bildungshaus Amelgatzen in Höhe von 25 000 Euro.

Aufgenommen wurden im Etat auch die geplanten Erneuerungen von mehreren Bushaltestellen, für die die Gemeinde eine hundertprozentige Förderung erwartet. Gestrichen wurden hingegen Investitionen, für die Fördermittel beantragt, aber nicht bewilligt worden sind. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung der Industriestraße im Kernort, die nun nicht mehr im Etat steht. Für die Öffentlichkeit offenbart der Nachtragshaushalt zumindest etwas Neues: In Emmerthal scheint es Pläne zu geben, bei den Stadtwerken Weserbergland einzusteigen. Laut Haushalt sind dafür „vorsorglich“ 60 000 Euro bereitgestellt. Nähere Informationen gab es dazu in der Sitzung nicht. Und in den Erläuterungen des Haushaltes heißt es lediglich: „Über eine mögliche Beteiligung wird noch gesondert zu entscheiden sein.“

Rund 900 Hunde sind in Emmerthal gemeldet. Durch die höhere Steuer erhofft sich die Gemeinde Mehreinnahmen von etwa 9000 Euro jährlich.

Foto: Bilderbox



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?