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Halter von 817 Tieren in Aerzen betroffen

Hundebesitzer zahlen künftig mehr Steuern

Aerzen (cb). Die Hundesteuern in Aerzen sollen im Juli erstmals nach vielen Jahren steigen. Für den ersten Hund werden künftig 50 statt 35,50 Euro jährlich fällig, bei einem zweiten Hund steigt die Steuer von 61 auf 75 Euro, bei weiteren von 71,50 auf 100 Euro. Für einen Kampfhund bleiben die Kosten bei 511 Euro. Damit folgte die Mehrheit im Finanz-, Wirtschafts- und Personalausschuss dem Vorschlag der Verwaltung, nun muss der Rat über die neue Satzung entscheiden.

veröffentlicht am 09.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:41 Uhr

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Zwar handelt es sich um eine prozentual gesehen hohe Steigerung, doch datiert die letzte Erhöhung aus dem Jahr 1995. Wie Ausschussvorsitzender Walter Reese berichtete, gab es zuletzt 2002 einen Vorschlag der Verwaltung für höhere Hundesteuern, doch wurde dies damals von den Fraktionen nicht weiterverfolgt. Im Vergleich zu den Nachbarkommunen würden die Steuern laut Bürgermeister Bernhard Wagner „noch relativ günstig liegen“.

Uneinigkeit gab es innerhalb der SPD bei der Frage, ob es für Jagdgebrauchshunde – von ihnen sind zur Zeit neun in der Gemeinde gemeldet – eine 50-prozentige Ermäßigung geben soll. Heinz-Helmuth Puls stellte infrage, ob Jäger bevorzugt behandelt werden sollten. Zwar bezweifelte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Burkhard Schraps, ob die gesellschaftliche Bedeutung der Jagd ausreiche für eine bevorzugte Behandlung, doch ihm ging ein möglichst hoher politischer Konsens bei Steuererhöhungen vor. CDU-Fraktionsvorsitzender Friedrich Beckmeier warnte davor, wie andere Kommunen jetzt „nur noch über Hunde zu reden“. Letztendlich erwartet die Gemeinde jährlich 11 000 Euro Mehreinnahmen durch die höheren Steuern bei 817 Hunden. Die neue Satzung ist Folge des Haushaltskonsolidierungskonzeptes, mit dem die Gemeinde wegen ihrer Finanzprobleme die Einnahmen erhöhen und Ausgaben senken will.

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