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Biomasse-Heizwerk geht an den Start / Erweiterung bereits in Planung

Holzhackschnitzel sorgen für Wärme – und schonen das Klima

Emmerthal (cb). Die Upmeier Seniorenheime GmbH zählen mit zu den ersten Nutznießern, die für ihren Neubau „Haus Lydia“ in

veröffentlicht am 17.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Kirchohsen auf eine umweltfreundliche Versorgung mit Wärme setzen. Sie beziehen sie von der Naturwärme Emmerthal GmbH & Co. KG, die auf dem Gelände ein Holzheizkraftwerk errichtet haben. Das Interesse sei groß, berichtet Geschäftsführer Justus Strüver, der das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro vorangetrieben hat.

Auch Privathäuser würden an das Wärmenetz angeschlossen. Das Holzheizwerk habe eine Leistung von 500 Kilowatt, wobei der Bedarf des Seniorenheims bei 70 Kilowatt liege, die übrige Wärme sei für andere Gebäude geplant. Die bisherige Resonanz ermutigt die Betreiber: Sie planen bereits eine Anlage mit der fünffachen Leistung nahe dem ehemaligen Bahnhof, wo schon jetzt eine Lagerhalle genutzt wird.

Mit eingestiegen in das Nahwärme-Projekt sind die Stadtwerke Weserbergland. Von einer konzertierten Aktion mit „Know-how aus den unterschiedlichen Bereichen“ spricht ihr Geschäftsführer Helmut Feldkötter. Für die Stadtwerke sei wichtig, dass regenerative Energien wie Holzhackschnitzel zum Einsatz kämen und damit einen Beitrag für den Klimaschutz leisteten. Bürgermeister Andreas Grossmann, der das Projekt mitbegleitet hat, betont die regionale Wertschöpfung. Es sei auch ein Teil der Wirtschaftsförderung. Die Gemeinde überlege, öffentliche Gebäude wie die Grundschule anzuschließen. Für ihn, so Grossmann, sei es von Anfang an wichtig gewesen, dass ein Nahwärmekonzept in Emmerthal ermöglicht werden sollte.

In der ersten Ausbaustufe werden im Volllastbetrieb jährlich Holzhackschnitzel benötigt, die etwa 640 Festmetern Rohholz entsprechen. Es handelt sich dabei um Resthölzer, die in Emmerthaler Wäldern beim Durchforsten oder bei der Landschaftspflege anfallen. Im Vergleich zur konventionellen Wärmeerzeugung mit Gas oder Heizöl werden so jährlich rund 300 Tonnen CO2 eingespart.

Geschäftsführer Strüver erinnert an die nicht ganz unkomplizierte Vorgeschichte des Projektes, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau und dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung gefördert wurde. Bei den Planungen, die sich über einen Zeitraum von vier Jahren erstreckt hätten, habe es immer wieder Rückschläge gegeben. Die Erfahrung von Justus Strüver: „Jeder will die Energiewende – aber der Teufel steckt im Detail.“



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