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Mit lokaler Kompetenz zum Erfolg

Hohe Aufklärungsquote in Aerzen

AERZEN. 77,9 Prozent aller Straftaten, die vergangenes Jahr in Aerzen bekannt wurden, konnten aufgeklärt werden. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Polizeikommissariat Bad Pyrmont jetzt veröffentlicht hat. Insgesamt wurden 408 Straftaten angezeigt beziehungsweise bekannt.

veröffentlicht am 13.03.2018 um 18:13 Uhr

Einbrechern haben der Polizei in Aerzen das Leben schwer gemacht. Nur 10 von 39 Einbrüchen konnten geklärt werden. Symbolfoto: dpa
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die vier Beamten der Polizeiwache in Aerzen können mit ihrer Arbeit im vergangenen Jahr sehr zufrieden sein – und ihr Chef Manfred Hellmich ist es auch. „77,9 Prozent aller Straftaten konnten 2017 aufgeklärt werden, das ist noch einmal eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr und ein Höchststand“, zog der Leiter des Polizei-Kommissariats Bad Pyrmont, zu dem die Wache in Aerzen gehört, jetzt Bilanz.

Aufklärung bedeutet laut Hellmich, dass die Beamten einen Täter ermitteln konnten, aber nicht unbedingt, dass der auch verurteilt wird. !Entweder weil die Zeugen vor Gericht etwas anderes als bei der Polizei aussagen oder die Täter nach Ansicht des Gerichts in eine therapeutische Einrichtung gehören“, so der Erste Kriminalhauptkommissar.

Insgesamt 408 Straftaten gingen die Beamten im vergangenen Jahr nach. Das ist mit 21 Prozent eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich durch Drogendelikte verursacht. Es waren 86 Raub und Körperverletztungen, 53 Betrugs- und Fälschungsdelikte und 59 Drogendelikte, die den Polizisten Arbeit bereiteten. Strafttaten gegen das Leben – also Mord und Totschlag – waren nicht darunter.

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Alleine bei den Drogendelikten gab es einen Anstieg um 17 Fälle. „An einer Aerzener Schule hatte sich eine Betäubungsmittelszene etabliert oder versuchte sich zu etablieren“, berichtet der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, Andreas Zoch. „Die Schulleitung hat uns frühzeitig eingeschaltet, sodass die Kollegen mit einer klaren Ansprache dieses Problem sehr schnell erledigen konnten.“ Dagegen konnten nur 10 von 39 Einbrüchen und zwölf von 35 Diebstählen aufgeklärt werden.

Die Fälle werden vom Team der Aerzener Wache sozusagen aus einer Hand betreut, also von der Aufnahme bis zur Ermittlung der Taten. „Sie machen eine tolle Arbeit“, betont Kriminalhauptkommissar Zoch und erinnert daran, dass sie auch für die Bearbeitung von Verkehrsunfällen zuständig seien. „Das kommt noch oben drauf, auch wenn sie in bestimmten Fällen natürlich von Bad Pyrmont aus unterstützt werden“, fügt er hinzu.

Für Zoch ist nicht zuletzt die lokale Kompetenz der Beamten, die vor Ort Dienst tun, ein Grund für deren erfolgreiche Polizeiarbeit. „Die Kollegen sind zum Teil in Aerzen aufgewachsen und arbeiten dort schon lange. Sie sind nah dran und kennen ihre Kundschaft ganz genau“, erläutert der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes. Zum Beispiel habe es nicht lange gedauert, denjenigen auf die Spur zu kommen, die eine Hauswand mit Graffiti bemalt hatten. „Als der Kollege das sah, hat er sofort erkannt, von wem der Graffiti stammt, denn er hatte es schon einmal an einer anderen Stelle gesehen“, so Zoch. „Er lag dann mit seiner Vermutung auch genau richtig.“



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