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Im Gewölbekeller der Burg machen Exponate das Landleben früherer Zeiten anschaulich

Historische Schätzchen wecken Neugierde

Aerzen (sbr). Landleben anno dazumal steht im Mittelpunkt der Dauerausstellung im Gewölbekeller der Aerzener Domänenburg. Der Heimat- und Verschönerungsverein bestückt die Ausstellung in regelmäßigen Abständen immer wieder neu mit Exponaten aus der Sammlung von Heinz Pritzkow, aus Schenkungen und Nachlässen Aerzener Einwohner sowie mit Leihgaben zum jeweiligen Schwerpunkt. Die Gartenarbeit und der ländliche Haushalt stehen in Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung, die am Wochenende im Rahmen eines plattdeutschen Kleinkunstabends mit Brigitte Wehrhahn eröffnet wurde.

veröffentlicht am 15.04.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:21 Uhr

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Mit viel Liebe zum Detail hatte der Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Frank Schiffling die Ausstellungsstücke mit Hilfe von Accessoires zum Leben erweckt. Die alten Schnittmuster für Weißnäherei, Handarbeits- und Kochbücher sowie Kammkästchen und andere Haushaltsutensilien waren aber nur anlässlich der Ausstellungseröffnung zu sehen, ansonsten präsentieren sich die Ausstellungsstücke überwiegend undekoriert parallel zu anderen Veranstaltungen im Gewölbekeller.

Und auch Brigitte Wehrhahn sorgte exklusiv zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung mit ihrer plattdeutschen Kleinkunst für einen unterhaltsamen Rahmen. In der Pause und im Anschluss an den Kleinkunstabend gab es für die zahlreichen Besucher die Gelegenheit, sich von den Mitgliedern des Heimat- und Verschönerungsvereins die ausgestellten Gerätschaften genauer erklären und in ihrer Funktion vorführen zu lassen.

Allerdings, das muss auch einmal erwähnt werden: Nicht immer sind die auf Dachböden und in Kellern gefundenen und dann dem Verein überlassenen Schätzchen in einem so guten Zustand, dass sie präsentiert werden können. Ist das der Fall, kommt Friedrich Zobel zum Einsatz. Der ausgebildete Mechaniker versteht es, auch hoffnungslose Fälle wieder zum Laufen zu bringen. Die über 100 Jahre alte Beerenmühle mit dem passenden Namen „Tutti frutti“, die gerade seine Hobby-Werkstatt verlassen hat, erstrahlt fast wieder im alten Glanz und könnte ohne weiteres für die Verarbeitung der Früchte der kommenden Saison eingesetzt werden.

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  • Viel Zeit nahm sich der Vorsitzende des Aerzener Heimat- und Verschönerungsvereins, Frank Schiffling (rechts), um den interessierten Besuchern die einzelnen Exponate zu erklären. sbr

„Ursprünglich war die Mühle vernickelt. Durch den Abrieb sind davon aber nur noch an einigen Stellen Glitzerspuren zu erkennen“, erklärt Friedrich Zobel. Die Beerenmühle der Firma Nova war allerdings noch in einem sehr guten Allgemeinzustand. „Sie musste nur entrostet und abgebürstet werden“, sagt der Hobbyrestaurator. Mit etwas Lebensmittelfett läuft sie wieder wie geschmiert. Anders war das bei der roten Beerenmühle, dem Schmuckstück der neuen Ausstellung. Sie musste erst glasperlengestrahlt werden, bevor sich die mechanischen Teile bewegen ließen und Friedrich Zobel mit der eigentlichen Restaurierung beginnen konnte. Sollten einmal Teile völlig verschlissen sein, hat der Aerzener die Möglichkeit, Ersatz anfertigen zu lassen.

Der rote Anstrich ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern der Originalfarbton. „Ich lege großen Wert darauf, dass die Gegenstände nach der Restaurierung so aussehen wie im Ursprungszustand“, so Friedrich Zobel.



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