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Hilfe bieten - bevor die Sucht zum Problem wird

Aerzen (roh). Laut Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liegt der Anteil der Mitarbeiter, die Alkohol in riskanten Mengen konsumieren, bei 18 Prozent. Fast vier Prozent davon haben einen missbräuchlichen Alkoholkonsum und rund zweieinhalb Prozent gelten als abhängig.

veröffentlicht am 04.08.2011 um 19:56 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

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Kaum ein Unternehmen in Deutschland und der Region könne es sich heutzutage noch leisten, sich nicht dem Thema Sucht am Arbeitsplatz zu widmen, so die Experten. Dass der Schluck aus der Pulle nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Kollegen und nicht zuletzt die Firma selbst gefährlich ist, weiß auch Claudia Beckert, Personalchefin der Aerzener Maschinenfabrik: „Zum einen besteht natürlich die Gefahr, dass ein alkoholisierter Mitarbeiter sich und andere Personen hier auf dem Gelände gefährdet, zum anderen aber kann dem Unternehmen durch den Alkoholmissbrauch ein erheblicher Schaden entstehen.“

Experten verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass Mitarbeiter mit riskantem Alkoholkonsum 16-mal häufiger fehlen als andere Kollegen, ihre Arbeitsleistung um rund 25 Prozent vermindert ist und fast viermal häufiger von einem Arbeitsunfall betroffen sind. „Mitarbeiter, die am Arbeitsplatz Alkohol trinken, widmen einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit der Frage, wo sie wann den nächsten Schluck trinken können und wo sie den Alkohol verstecken können“, stellt Peter Knüppel, der Suchtpräventionsbeauftragte der Aerzener Maschinenfabrik fest.

Bei mehr als 1000 Mitarbeitern sei es eine Selbstverständlichkeit, dass man sich bereits seit Jahrzehnten um die Suchtprävention kümmere, so Beckert. „Das Thema Alkoholmissbrauch darf auf keinen Fall tabuisiert werden – im Gegenteil: Wir setzen alles daran, um insbesondere die Führungskräfte zu sensibilisieren, sie zu schulen und ihr Bewusstsein für Anzeichen eines Alkoholmissbrauchs zu machen.“ Klar sei indes, dass Alkohol am Arbeitsplatz auf keinen Fall toleriert werden könne. Betroffene Mitarbeiter müssten eine Vereinbarung mit dem Unternehmen unterzeichnen, an die sich die Mitarbeiter halten müssten. „In den neun Jahren, seitdem ich hier tätig bin, hat es lediglich eine Kündigung wegen Alkohol am Arbeitsplatz gegeben“, erklärt Beckert und sieht darin eine Bestätigung der präventiven Maßnahme, sie weiterzuführen und sogar auszubauen.



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