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Nach Vorstellung der Wirtschaftlichkeitsstudie hat jetzt Politik das Wort

Hier könnte das neue Schulzentrum in Kirchohsen entstehen

EMMERTHAL. Emmerthals Bürgermeister Andreas Grossmann und die Vertreter der politischen Gremien der Gemeinde sind nach der Vorstellung der Machbarkeitsstudie für die Zukunft der GrundschuleEmmerthal „parteiübergreifend hoffnungsfroh, dass sich das Projekt zeitnah umsetzen lassen wird“, so der Verwaltungschef:

veröffentlicht am 07.11.2017 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 07.11.2017 um 17:50 Uhr

Die Montage des SIKMa-Bauberatungsbüros zeigt: Alle Schulformen hätten auf einem Grundstück Platz. Montage: SIKMa-
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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„Und wenn möglich auch gleich als Neubau“; habe Architekt und Baumanager Alexander Müller vom SIKMa-Bauberatungsbüro in seiner Präsentation doch plausibel dargestellt, dass ein Neubau eines zusammenhängenden Gebäudekomplexes für Haupt-, Real- und Grundschule, Kinderhort und zusätzlich für die Krankenpflegeschule Emmerthal im Endeffekt finanziell günstiger und zweckmäßiger sein werde als ein Herumflicken an der alten maroden und unzeitgemäßen Bausubstanz, so Grossmann.

Während die Entscheidung über Sanierung oder Neubau der Johann-Comenius-Schule , also Haupt- und Realschule, in den Zuständigkeitsbereich des Kreises fällt, muss Emmerthals Politik jetzt über die Zukunft ihrer Grundschule entscheiden. Und schon jetzt steht fest: Neubauten wären für die in die Jahre gekommenen Haupt- und Realschule des Kreises und die Grundschule der Gemeinde kostengünstiger in der Erstellung des Baukörpers und der Wirtschaftlichkeit über 25 Jahre. Zudem würden die Neubauten heutigen Schulanforderungen passgenauer entsprechen.

Nur ein Problem gäbe es für die Gemeinde Emmerthal beim Abriss und Neubau ihrer Grundschule, merkt Grossmann an: Mit Konjunkturpaket-Fördermitteln ist der Südflügel der Schule 2010 energetisch saniert worden. Rund 700 000 Euro sind damals in die Wärmedämmung verbaut worden – zu 90 Prozent finanziert aus dem Bundesförderprogramm. Hier sei noch zu klären, inwieweit die Bindungsfrist abgelaufen sei und ob bei Abriss des Südflügels Fördermittel zurückgefordert werden, gibt Emmerthals Bürgermeister zu bedenken.

Sollten Rückzahlungsforderungen aufkommen – hier sind noch Gespräche mit der Förderinstanz zu führen – wäre über eine Teilsanierung des Südflügels mit einem Neubau des Nordflügels nachzudenken, hat Alexander Müller vom SIKMa-Bauberatungsbüro als Variante A vorgeschlagen: Hier ständen der Grundschule an altem Standort künftig rund 3800 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Etwa zwei Monate länger würde ein Totalneubau der Grundschule dauern, die dann auf nur 3653 Quadratmeter funktionaler wäre und noch einen entscheidenden Vorteil hätte: Sie wäre in einem Gesamtschul-Baukomplex auf dem Grundstück der Comenius-Schule möglich. Das alte Grundschul-Grundstück, auf dem sich dann nur noch der Kinderhort befände, könnte als Areal für Wohnbebauung vermarktet werden, um die Mehrkosten von etwa 1,2 Millionen Euro für den Totalneubau aufzufangen.

Ob Kreis oder Gemeinde als Bauträger für ein Domizil für die Altenpflegeschule aufkommen wird, ist laut Grossmann derzeit noch offen. Für einen Neubau einer Altenpflege-Schule im Emmerthaler Bildungszentrum sind 3,9 Millionen Euro angesetzt.

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