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Erntefest im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry lockt viele Besucher an

Heiße Eisen, süßer Rübensaft und wahre Geschichten

BÖRRY. Herrliches Wetter, Musik und altes Handwerk – das Erntefest im Museum für Landtechnik und Landarbeit avancierte am Sonntag zu einer Erfolgsgeschichte. Auf dem Gelände des Museums gab es viel zu entdecken.

veröffentlicht am 30.09.2018 um 20:09 Uhr

Kurt Schriegel unterhält das Publikum mit Liedern unter dem Motto „Wahre Geschichten aus dem Weserbergland“. Foto: br
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Autor

Burkhard Reimer Reporter
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Margrit von der Heide vom Landfrauenverein Börry ist zuversichtlich: Zwar sei sie „gespannt, was dabei herauskommt; aber das Wetter ist herrlich und die Stimmung ist gut, da kann das doch nur etwas Ordentliches werden“. Dass sie hinsichtlich des Wetters und der Stimmung absolut richtig liegt, kann niemand bestreiten. Und was am Ende „dabei herauskommen“ soll und auch kommt, ist köstlicher Rübensaft. Den nämlich kochen sie und ihre Vereinskollegin Michaela Schlein am Sonntag vor den Augen ihres Publikums. Es ist ein erster Versuch, den die beiden Landfrauen da beim Erntefest im Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry unternehmen. In einem alten Waschkessel sollen Zuckerrüben „nach alter Mütter Sitte“ in einen Brotaufstrich verwandelt werden. Weniger experimentierfreudig, dafür umso berufserfahrener ist da schon Werner Schramm. Der Schmied aus Esperde zeigt den Zuschauern in der alten Schmiede des Museums, was es heißt, „das Eisen zu schmieden, so lange es heiß ist“. Die Stellmacher Fritz Spiegel und Hermann Hollas, sie gehören längst zur „Stammbelegschaft“ des Museums, zeigen derweil unter anderem dem sechsjährigen Tim und dem dreijährigen Paul Pypertz aus Gellersen, wie Holz mit einem Ziehmesser bearbeitet wird – und lassen es danach zumindest den älteren der beiden Brüder selbst ausprobieren. Gleich nebenan demonstriert der Reepschläger Udo Schulz, wie aus vergleichsweise dünnen Garnen ein dickes Seil gedreht wird. Er ist vom Bürgerverein Bakede nach Börry gekommen, um ein altes Handwerk vorzustellen.

Recht neu dagegen scheint die Idee von Ulrike Becker aus Emmerthal zu sein. Sie führt, was ansonsten gewöhnlich in der Altpapiertonne landet, einer sinnvollen Weiterverwertung zu, indem sie aus Reklameblättern dekorative Kränze und adventliche Pyramiden anfertigt. Die Bewunderung der Besucher an ihrem Stand ist ihr sicher, „und auch die Geschäfte laufen recht gut“, erklärt sie auf Nachfrage der Dewezet.

Auch ein kleiner Trödelmarkt findet seine Interessenten unter den sehr zahlreichen Gästen des Erntefestes, ebenso wie die diversen Stände, die Dekoratives, Handwerkliches sowie Köstliches gegen Hunger und Durst anbieten. Hinzu kommen Kurt Schriegel mit seinen gesungenen und auf dem Akkordeon begleiteten „Wahren Geschichten aus dem Weserbergland“, der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Hameln sowie – nicht zu vergessen! – das herrliche Spätsommer-/Frühherbstwetter, die zu einem rundum gelungenen Erntefest-Sonntag in Börry beitragen. Das freut die Gästeschar und nicht zuletzt den Vorsitzenden des Museumsvereins, Rolf Keller. Er bedankt sich im Gespräch mit unserer Zeitung freudestrahlend bei allen Aktiven, den ehrenamtlich tätigen Handwerkern ebenso wie dem fünfköpfigen Vorstandsteam, das das Fest organisiert hatte.

„Schmiede das Eisen, so lange es heiß ist.“ Die praktische Bedeutung dieses Sprichworts führt Werner Schramm aus Eperde den Besuchern des Erntefestes in Börry vor Augen. Foto: br


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