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Wilhelm Hölscher erweitert Ausstellung auf über 6200 Exponate / Besucher aus aller Welt

Heimatstuben erweisen sich als Fundgrube

Frenke (gm). Stillstand ist für Wilhelm Hölscher ein Fremdwort: Rund 35 neue Exponate hat er seit dem Herbst wieder aus zeitgeschichtlichen Materialien zusammengetragen, gereinigt, entrostet und konserviert. „Viele Dinge bekomme ich aber auch geschenkt oder sie werden mir als Leihgabe überlassen“, erzählt der Sammler aus Leidenschaft. In seinen Frenker Heimatstuben, einem kleinen Museum mit gut 400 Quadratmetern, sammelt der ehemalige Landwirt alles, was er direkt oder aber auch überregional seiner Heimat zuordnen kann. Denn weit mehr als 6200 Exponate zieren mittlerweile seine Heimatstuben, die in diesem Jahr in die 13. Saison gehen. Wenn für den 15. Mai der internationale Museumstag anberaumt ist, veranstaltet Wilhelm Hölscher wieder seinen Tag der offenen Tür. „Wir sind eigentlich kein Museum, wir haben auch keine geregelten Öffnungszeiten“, erzählt der 79-Jährige. „Auf Anfrage ist bei uns allerdings jederzeit eine Führung möglich“, ergänzt seine Ehefrau Ute Hölscher.

veröffentlicht am 06.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:21 Uhr

Wilhelm Hölscher konserviert eine über 100 Jahre alte Raubank mit Klarlack.  Foto: gm
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Wilhelm Hölscher ist Mitglied im Berliner Museumsverband und daher auch mit seinen Frenker Heimatstuben weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. „500 bis 600 Besucher konnten wir in den letzten Jahren alljährlich registrieren“, bilanziert der Frenker, der 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. In den Frenker Heimatstuben häufen sich Raritäten aus früheren Epochen, teilweise älter als 200 Jahre. Die ersten Schulbücher stammen aus den Jahren um 1845, die durch relativ neue Exemplare, beginnend mit 1950, chronologisch archiviert und für die Nachwelt erhalten werden. Alte Motorräder, Werkzeuge, edle Textilien, Tierschädel, Land- und Hauswirtschaftsgeräte, Militaria, einzigartige Bodenfunde, uraltes Spielzeug und sogar ganze Zimmereinrichtungen vergangener Zeiten beherbergt Wilhelm Hölscher in seinen urigen und überaus interessanten Heimatstuben. Worauf er Wert legt: „Ich repariere nicht, ich belasse alles im Originalzustand“, berichtet Hölscher. „Ich reinige, entroste und konserviere.“ Und gerade dies mache den Reiz aus. „Viele Leute können sich gar nicht mehr vorstellen, dass eine über 100 Jahre alte handbetriebene Waschmaschine gerade einmal so groß war wie ein heutiger Zehn-Liter-Wassereimer.“ Interessenten können einen Besuchstermin unter der Rufnummer 05157/ 263 vereinbaren. Mittlerweile führt Wilhelm Hölscher ein Gästebuch. „Bereits in kurzer Zeit haben wir Besucher quasi vom ganzen Erdball registriert“, sagt der Heimatstubeneigner stolz.



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