weather-image
16°

Wilhelm Hölscher aus Frenke erweitert seine Sammlung kontinuierlich

Heimatstuben auf Wachstumskurs

Frenke. Eigentlich hat Wilhelm Hölscher aus Frenke die Pforten seiner Heimatstuben für Interessierte das ganze Jahr über geöffnet. Dennoch, wenn am 12. Mai der Internationale Museumstag eingeläutet wird, ist auch beim ehemaligen Landwirt in der Frenkestraße 8 offiziell Saisoneröffnung. Über 6300 Exponate zeitgeschichtlicher Materialien hat der 81-Jährige im Laufe seines Lebens zusammengetragen. Und es werden jedes Jahr mehr. „Seit dem vergangenen Museumstag kamen etwa 60 Teile hinzu“, erläutert der Sammler aus Leidenschaft.

veröffentlicht am 06.05.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 15:41 Uhr

270_008_6324772_lkae101_0405.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Und wenn er in seinem vor einigen Jahren angelegten Materialeingangsbuch blättert, kann er auch genau sagen, wann was und von wem angeliefert wurde. Ausnahme: „Das Zubehör einer kompletten Puppenstube hat uns unlängst eine Familie Vogel vor die Türe gelegt“, erzählt Wilhelm Hölscher. Aber er weiß nicht, wo diese Familie herkommt und wäre über einen Anruf äußerst erfreut, denn er möchte sich persönlich bedanken. „Neben zahlreichen historischen Büchern kamen auch einige gut erhaltene Kleidungsstücke von 1880/1890 dazu“, berichtet er.

Besonders freut er sich über eine alte Schusterglaskugel, die er von Inge Kugel aus Hagen- ohsen erhalten hat. Nicht unbedingt alt, aber dennoch eine Rarität ist ein Betriebskatalog der Firma Miele, die die 110-jährige Unternehmensgeschichte in Wort und Bild wiedergibt. Bei Wilhelm Hölscher gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt: komplette Flüchtlingszimmer, Kriegsutensilien, Bücher, Alben, Bekleidungsstücke, Gesteinsarten, Knochen, Werkzeuge, Kinderwagen, Fahrräder und sogar ein uraltes Moped. Die über 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten interessante Einblicke in die Heimatgeschichte der vergangenen 200 Jahre.

„Zu uns kann jeder kommen und nach telefonischer Voranmeldung unter 05157-263 auch jederzeit“, sagt Wilhelm Hölscher, der auch alle Fragen zu seinen historischen Schätzchen beantworten kann. Die Organisation und die Logistik während des Internationalen Museumstages hat Hölscher indes seit einigen Jahren seinem Sohn Cord übertragen. Kaffee, Kuchen, Bratwurst, kühle Getränke, ein kleiner Hofflohmarkt und die Führungen werden wieder Garant für eine gute Saisoneröffnung der Frenker Heimatstuben sein. Wenn Hölscher, der auch Mitglied im Berliner Museumsverband ist, in seinem 2010 angelegten Gästebuch blättert, zieht er eine positive Bilanz. „In den letzten Jahren hatten wir durchschnittlich 580 bis 600 Besucher“, resümiert er. Und er freut sich über jeden neuen Besucher, denen er mit seinen Unikaten und seinem heimatkundlichen Fachwissen eine Freude machen kann. gm

Rund 6300 Exponate hat Wilhelm Hölscher in seinen Heimatstuben zusammengetragen. Über ein 60 Zentimeter großes Schwungrad wurde in den dreißiger Jahren diese Nutztierfell-Trimmmaschine angetrieben. gm



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt