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Aquarellmalerin Christina Aulich hielt Aerzener Ansichten in mehreren Werken fest / Ihr Können gibt sie in Kursen weiter

Heimatlichen Motiven verleiht sie neue Perspektiven

Aerzen (sbr). Eine Freundin hat einmal zu ihr gesagt: Wenn Du malst, bist du ganz und gar in Deinem Bild. „Das ist nicht ganz richtig“, korrigiert Christina Aulich. „Wenn ich male, bin ich einfach zu sehr konzentriert, um auf mein Umfeld zu reagieren“, verrät die 57-Jährige, die bis letztes Jahr in Aerzen gelebt hat. Über zehn Jahre lang war der Flecken ihre Heimat – und das findet sich auch in ihren Aquarellmalereien wieder. Ob Domänenburg, Marienkirche oder Goldschlag, Christina Aulich hat die Schönheit des Ortes mit Hilfe ihrer ganz besonderen Maltechnik, in bunten Farben und viel Wasser festgehalten.

veröffentlicht am 09.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:41 Uhr

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Doch nicht nur Gebäude bringt die mittlerweile in Bad Pyrmont wohnende Künstlerin auf die Leinwand. Auch Blumen haben es ihr angetan. „Neuerdings beschäftige ich mich auch mit der Portrait- und Aktmalerei“, erzählt sie weiter. Modell sitzen aber auch ihre drei gefiederten Mitbewohner gerne. Max (18 Jahre), Coco (16 Jahre) und Cora, deren Alter auf Ende 50 geschätzt wird und die seit 16 Jahren bei Christina Aulich lebt, sind Papageien und gehören selbstverständlich zu den besonders beliebten Motiven. Landschaften hingegen sucht man im künstlerischen Repertoire der Neu-Bad-Pyrmonterin vergeblich.

Mit der Malerei hat die gelernte Einzelhandelskauffrau das Erbe ihres Mannes angetreten, den sie 1996 während eines Aquarell-Malkurses an der Volkshochschule kennen, gelernt hatte. „Es war sein letzter Wunsch, dass ich nach seinem Tod ganz in seinem Sinne weiter male, Menschen im Malen unterrichte und Ausstellungen mache. Er war sich ganz sicher, dass ich das kann“, erzählt Christina Aulich vom Beginn ihres selbstständigen malerischen Werdeganges.

Das war vor sechs Jahren. Mittlerweile unterrichtet sie regelmäßig Malgruppen in der Hamelner Tönebön-Stiftung, dem Tönebön am Klüt, der heimischen Volkshochschule sowie der VHS Lippe- Ost. Bereits als Kind hat sie die Malerei fasziniert, und in der Schule hatte Christina Aulich in Kunst immer gute Noten. Die richtige Maltechnik und das Handwerkszeug zur ausdrucksvollen Aquarellmalerei hat ihr allerdings erst ihr Mann mitgegeben. Ende der 1990er Jahre hat das Paar dann in der Aerzener Domänenburg gemeinsam seine Bilder präsentiert. Weitere Ausstellungen folgten. Noch bis Ende Februar sind neben dem Resultat der Schlossparkmalerei auch viele andere Bilder in den Räumen der Volksbank in Aerzen ausgestellt.

„Malen bedeutet für mich Kreativität. Mit dem Pinsel kann ich mich richtig austoben, und es ist jedes Mal ein Erfolgserlebnis, wenn ein Bild fertig ist“, erzählt die Dozentin, die gern ihre Begeisterung für die Aquarellmalerei an andere Menschen weitergibt. „Das Unterrichten macht mir riesigen Spaß, denn alle haben die gleichen Interessen und arbeiten schön zusammen“, so ihre Erfahrung aus ihren Malkursen. Und auch ihre eigene Technik bezeichnet Christina Aulich als längst nicht vollkommen. „Man wächst nach wie vor mit jedem Bild und steigert sich – hoffentlich“, erklärt sie mit einem Augenzwinkern.

Besonders gern schließt sich die 57-Jährige Malreisegruppen an und verrät auch gleich, warum: „Wenn man unterrichtet, muss man hohe Ansprüche an sich selbst stellen. Auf einer Malreise, die meist von akademischen Künstlern begleitet wird, ist man selbst Schüler, kann sich zurücknehmen und braucht nicht zu glänzen.“

Darüber hinaus mag sie es, in der Natur zu sitzen und zu malen. „In unseren heimischen Gefilden spielt oft das Wetter nicht mit oder man sitzt mit gerade irgendjemandem im Weg“, so ihre Erfahrung, die sie auf Fotos als Vorlagen für ihre Bilder ausweichen ließ. Ganz anders ist es Christina Aulich allerdings im Park von Schloss Schwöbber ergangen. Hier war sie samt Freundin und Staffelei gleich willkommen und konnte ungestört ihr Motiv einfangen.

„Es ist jedes Mal ein Erfolgserlebnis, wenn ein Bild fertig ist“: Bereits als Kind war Christina Aulich von der Malerei fasziniert.

Fotos: sbr



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